Titel: Mystic City – Das gefangene Herz

Autor: Theo Lawrence
Verlag: Ravensburger Verlag
Reihe/Serie: #1 von #3
Genre: Jugendbuch / Dystopie
Originaltitel: Mystic City
Seitenanzahl: 416
ISBN: 978-3473400997
Erscheinungsdatum: 01.Mai.2013
Format: Hardcover
Empfohlen: ab 14 Jahren
Unverbindliche Preisempfehlung: 16.99€
Kauf-Möglichkeiten u.A.:
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Besonderheiten: keine bekannt

  

Aria Rose hat mit einem Schlag ihr Gedächtnis verloren. Als sie dann
auch noch den gut aussehenden Hunter trifft, ist ihre Verwirrung
vollkommen. Auf mysteriöse Weise fühlt sie sich zu ihm hingezogen, doch
diese Liebe darf nicht sein. Denn Hunter gehört zu den Mystikern, einer
Rebellengruppe mit magischen Fähigkeiten. Sie werden von Arias Familie
von jeher unterdrückt. Kaum gibt Aria sich ihren verbotenen Gefühlen
hin, entbrennt ein erbitterter Machtkampf in der Stadt und eine dunkle
Erinnerung kehrt zurück … 

Zugegeben, meine Erwartungen an das Buch waren nicht besonders hoch. Die Dystopie-Lawine von der Zeit, als Mystic City erschien, leiß vieles sehr schnell platt und vorhersehbar werden & meine Lust auf solche Geschichten hält sich seit einiger Zeit ohnehin eher bedeckt. Ob ich nun überrascht oder in meiner Meinung bestätigt wurde, das erfahrt ihr genau jetzt:
Theo Lawrence entschied sich für eine Geschichte, die von Beginn an sehr spannend ist und in die ich, als Leser, direkt hinein gezogen wurde. Es geht relativ rasant los, dennoch kam ich gut mit und die, im Laufe des Einstiegs auftauchenden, Fakten verhalfen mir umso mehr, mich in dieser mystischen Stadt zurecht zu finden, sowie die Protagonisten ins Herz zu schließen.
Allgemein ist Aria eine sehr starke Persönlichkeit, die mich von der ersten Sekunde an vollkommen für sich gewonnen hatte. Ich mochte ihre anfangs zurückhaltende Art, ihre Unterwürfigkeit der Familie gegenüber; aber noch viel mehr mochte ich die Entwicklung, die Aria bereits im Laufe des ersten Bandes durchlebt. Sie wird reifer, erwachsener, handelt überlegter und stellt sich auch mal quer, was sie zu einer sehr lebensechten, authentischen Figur machte, die man einfach mögen musste. Außerdem wurde Aria unglaublich detailreich beschrieben, sodass ich sie mir nicht nur bildlich vorstellen, sondern auch ihre Handlungen, Gedankengänge und Gefühle permanent und ohne Ausnahmen nachvollziehen konnte.
Die weiteren Figuren, die im Laufe der Story auftauchten, waren ausreichend gut ausgearbeitet, obwohl meine Meinung da sehr durchwachsen ausfällt. Manche davon haben mein Herz im Sturm erobert, doch die meisten anderen gingen mir doch gehörig auf die Nerven. Mutter und Vater haben ihren Job als Eltern vollkommen verfehlt, die beste Freundin war eine Schande für die Geschichte und der Verlobte war das *hust* der Nation. Dafür war ich ein riesiger Fan von einigen anderen, wie Davida, Hunter, etc.
Der Stil hat sich wunderbar leicht, ganz jugendbuchmäßig, lesen lassen. Ich bin grundlegend auf dem Reader deutlich langsamer als bei Print-Büchern, hier habe ich aber absolut keinen Unterschied gemerkt, was doch sehr für Stil und Sprache spricht. Geschrieben wurde überdies in der inzwischen vertrauten Ich-Form. Das hat prima zum Buch gepasst und hat mich noch tiefer in den Sog hinein gesaugt.
Die Storyline überzeugte mich auch vollkommen. Ich empfand die Idee mit den wortwörtlichen Schichten absolut einleuchtend und zeugte von Kreativität von Seiten des Autors. Er hat diese Idee durchdacht und perfektioniert und auch noch weitere, sehr interessante und fantasylastige Elemente verbaut, was mir noch ein mal mehr Freude bereitete. Alles in allem eine rundum gelungene Idee, die hinter diesem Auftakt einer vielversprechenden Trilogie steckt.
Und damit die Lobeshymne nicht abreißt; habe ich auch an der Umsetzung absolut nichts zu meckern. Ich empfand das Buch von der ersten Sekunde an als sehr spannend und interessant und dank der bildhaften Beschreibungen las man die Geschichte nicht nur, sondern erlebte sie tatsächlich mit. Es gab sehr temporeiche Abschnitte, doch auch eher ruhigere Szenen, die dann mehr auf Gefühlen basierten; doch der rote Faden der Spannung zog sich komplett durch die Geschichte und wickelte mich vollkommen um den Finger. Zwar waren einige Nebenaspekte minimal vorhersehbar, sodass eine richtige Knaller-Überraschung ausblieb, doch das störte mich im Endeffekt überhaupt nicht, denn der allgemeine Verlauf der Geschichte war so spannend, dass ich auf unerwartete Wendungen gern verzichtete. 
 
Dieser Auftakt einer Trilogie riss mich einfach vollkommen mit. Wunderbare Figuren, eine sehr ausgeklügelte Kulisse, eine Geschichte, die unter die Haut ging und jede Menge Gefühle – das alles ist deutlich mehr, als ich erwartet hatte. Wer gerne Dystopien liest und sich dabei nicht an Fantasy-Elementen stört, wird Mystic City einfach mögen. Ich für meinen Teil muss so schnell wie möglich an den zweiten Band kommen, um zu erfahren, wie es mit Aria weitergeht.
 

Ich vergebe gute 4.5 von 5 Sternen, einfach um noch einmal ein bisschen Luft nach oben zu lassen, falls mich Band 2 oder 3 oder gar beide, noch mehr aus den Socken hauen, als es Band 1 schon getan hat. Ich spreche eine 100%ige Lese-Empfehlung für dieses Buch aus!

Theo Lawrence

Der US-amerikanische Jugendbuchautor Theo Lawrence wuchs mit seinen
Eltern, Geschwistern und mehreren Dackeln auf Long Island, New York,
auf. Lawrence studierte an der Columbia University und dem
Musikkonservatorium Juilliard. Als Gesangskünstler trat er bereits in
der Carnegie Hall, dem Kennedy Center sowie Off-Broadway auf. Auf einer
Reise nach Venedig kam ihm die Inspiration zu seinem Debütroman „Mystic
City – Das gefangene Herz“. Zuvor faszinierten ihn bereits seiner
Kindheit epische Liebesgeschichte wie „Romeo & Julia“ oder „Les
Miserables“. Mit „Schatten der Macht“ erscheint 2015 bereits der dritte
Band der Jugenbuchreihe.


An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim Ravensburger-Verlag liegen und mich an dieser Stelle herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen.
Diese
Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen
Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum
bitten, dies zu berücksichten. Diese Geschichte riss mich von der ersten Seite an mit und die Spannung brach bis zum Ende hin kein einziges Mal ab. So wünscht man sich das als Leser.

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