Achtung! Band 3 einer (6-teiligen?) Reihe. Bitte lest diese Rezension nur, wenn ihr Band 1 [» Rezension «] und Band 2 [» Rezension «] bereits gelesen habt. Ansonsten schaut gern bei den beiden jeweiligen Links vorbei und schaut bei der entsprechenden Rezension nach 🙂 Wenn ihr Band 1 + 2 schon kennt, wünsche ich euch nun viel Spaß.

Paper Palace – Die Verführung
Erin Watt
Verlag: Piper
Reihe/Serie: #3 von #6 [?]
Erscheinungsdatum: 02.Mai.2017
Seitenanzahl: 416
ISBN: 978-3-492-06073-8
Genre:  New Adult
Übersetzer: Lena Kubis
Format: Paperback (Broschiert)
Unverbindliche Preisempfehlung: 12,99€
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Leseprobe: *hier* [via .pdf-Datei]
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Diese Royals werden dich ruinieren …

Kaum haben sich Ella und Reed wiedergefunden,
werden sie schon wieder getrennt – und Reeds Leben steht auf dem Spiel.
Ist er dieses Mal zu weit gegangen? Ist ihm sein aufbrausendes
Temperament zum Verhängnis geworden? Ella ist eine Kämpferin. Sie ist
bereit, alles zu tun, um Reed zu schützen, und den Royals zur Seite zu
stehen. Doch dann wird sie plötzlich von ihrer eigenen Vergangenheit
eingeholt. Sie muss feststellen, dass ihr Leben eine einzige Lüge war.
Werden die Royals sie am Ende doch ruinieren? Oder kann es ein Happy End
für Ella und Reed geben?

Nach Band 2 hatte ich selbst entschieden, erst einmal eine Pause einzulegen. Nicht, weil mir Paper Prince nicht gefallen hätte, sondern weil ich zwischen Band 3 und Band 4 keine so lange Wartezeit haben wollte. Nun endlich habe ich auch Paper Palace gelesen, und zwar mit der lieben Franzi von „Die Bücherseelen“ – schaut gern mal auf ihrem Youtube-Kanal vorbei. Mir hat es jedenfalls großen Spaß gemacht, mich mit ihr auszutauschen und sie hat einen tollen Lesegeschmack. Aber nun zurück zum Buch; wie es mir gefallen hat und ob ich auch Band 3 so feiere wie seine beiden Vorgänger erfahrt ihr jetzt:

Wenn ein Vorgänger-Band derart mies endet und es so einen Cliffhanger gibt, fällt es einem selbst nach einer gewissen Zeit überhaupt nicht schwer, wieder den Anschluss zu finden – so war es zumindest hier bei Paper Palace der Fall. Ich hatte schon nach wenigen Seiten die Geschehnisse aus Band 1 + 2 klar vor Augen und fühlte mich direkt wieder unheimlich gefesselt. Von Anfang an sind Ella und Reed wieder mit von der Partie und so entsteht nicht nur Spannung durch den rasanten Schluss von Paper Prince, sondern auch durch die taffen und selbstbewussten Hauptprotagonisten, die einfach Spaß machen. Was ich da aber noch nicht wusste ist, dass sich vor allem Ella anders benehmen wird, als ich es kenne und demnach auch erwartet habe. Für mich dennoch ein rund herum gelungener Einstieg, der direkt wieder aufzeigt, was mir in den vorherigen Paper-Teilen so gut gefallen hat.

Sie ist mir in dem Moment unter die Haut gegangen, als ich sie getroffen habe, und sie ist immer noch da. In meinem Blut. In meinem Herzen.

[Reed Royal – „Paper Palace“  von Erin Watt]

Anfangs hatte Ella noch genau die Charakterzüge, die ich so an ihr schätzte und die vor allen Dingen der Geschichte sowohl Leben als auch Humor und sowieso Emotionen einhauchte. Doch während ein anderer Charakter (der mich einfach unfassbar genervt hat!!) immer mehr in ihr Leben und somit in den Vordergrund rückte, wurde Ella immer kleinlauter, naiver und ließ sich ohne auch nur ein Widerwort bevormunden und herum kommandieren. Klar dass sie das einiges an Glaubwürdigkeit kostet, schließlich kenne ich Ella als schlagfertige junge Frau, die sich problemlos allein durchs Leben schlagen kann. Ich bin so froh, dass sich ihr Verhalten im letzten Drittel wieder normalisiert und sie einsieht, dass sie in einigen Situationen völlig falsch reagiert hat. Ich muss aber auch sagen, dass mir diese Seite in gewisser Weise auch gefallen hat, nur eben nicht unbedingt an ihr. Mir war einfach klar, dass die Geschichte dieses Verhalten gebraucht hat, trotzdem stieß es mir immer mal wieder sauer auf und war für mich nicht nachvollziehbar. Ich freue mich wirklich, dass Ella später Einsicht zeigt und wieder zu dem wird, als was wir sie kennen und lieben gelernt haben.
Reed war wieder durch und durch BadBoy und zeigte mir wieder einmal, warum ich ihn schon in den Vorgängern so gemocht habe. Doch auch er kann eine gewisse Entwicklung nicht verbergen, schließlich gerät er in eine ziemlich prenzlige Situation, die ihm deutlich Angst einjagt und den großen Reed in die Knie zwingt. Umso weniger konnte ich Teile seiner Handlungen nachvollziehen. Aber mir war schon klar, dass auch diese Impulsivität ein wichtiger Bestandteil der Storyline war und demnach einfach sein musste. Trotz allen Kritikpunkten an den Figuren muss ich doch sagen, dass ich sie weiterhin unheimlich gern habe und jeden auf seine Art total sympathisch und liebenswert fand. Gerade die Nebenfiguren bekommen wieder einen recht großen Anteil, sodass ich mir meine Favouriten problemlos herauspicken konnte. Die teilweise sehr eingehenden Details rund um Easton, Val und Co machten das Buch noch authentischer und glaubhafter.

Erin Watt’s Schreibstil war mal wieder ein regelrechter Genuss. Da wurde schnell klar, was ich in den Vorgängern so an dem Autorenduo geschätzt habe: ein unglaublich flüssiger, gut verständlicher und mitreißender Lesefluss, bildhafte Beschreibungen ohne Überladen zu wirken und eine sehr authentische, passende Sprache. Ich bin immer wieder aufs Neue begeistert, wie extrem schnell man durch dieses Buch rutscht und wie schnell die Seiten dahin fliegen. Ich fand es auch wieder toll, dass Erin Watt kein Blatt für den Mund nimmt, sondern Dinge und Aussagen so zu Papier bringt, wie es Jugendliche in der heutigen Zeit auch ausdrücken würden. Wie gewohnt wechseln wie immer wieder zwischen Ella’s und Reed’s Sicht, was nicht nur einen tieferen Einblick in die jeweiligen Gedankengänge gewährt, sondern zusätzlich Spannung erzeugt. Großes Kino – mal wieder.

Da mit „Paper Palace“ die Geschichte rund um Ella und Reed dann zu Ende geht, habe ich auf ein spannendes, emotionales Finale gehofft und hatte demnach auch relativ hohe Erwartungen; besonders nach dem fiesen Cliffhanger aus Band 2. Ich kann euch direkt verraten, dass ich nicht enttäuscht wurde; und doch hab ich so meine Kritikpunkte, die ich mit euch teilen möchte. Alles beginnt äußerst spannend, setzt genau dort an, wo Paper Prince endet und ermöglichte mir, sofort wieder voll und ganz in die Welt rund um Ella und die Royals einzutauchen. Dass sich die Protagonistin dann aber doch nicht so benimmt, wie man es von ihr kennt und ein weiterer Charakter ins Spiel kommt, den man einfach nicht ausstehen kann, lässt die erste Freude aber recht schnell abflauen. Gerade im Mittelteil war ich unfassbar genervt von dem Buch und musste mich immer wieder zwingen, mich nicht „runterziehen“ zu lassen.  Und trotzdem konnte ich es nur schwer aus der Hand legen. Versteht ihr was ich sagen will? Ich war trotz der ganzen Wut auf jemanden bestimmtes, total an die Seiten gefesselt, weil es eben noch andere Szenen gibt, in denen besagte Figur eben nicht vorkommt und in denen es einfach spannend, emotional, gefühlvoll, witzig und prickelnd war. Dass eine recht große Portion Krimi/Thrill im Spiel war, tat dem Buch natürlich auch gut, auch wenn hier direkt mein nächster Kritikpunkt ins Spiel kommt: ich fand es doch etwas vorhersehbar, was bzw wer dahintersteckte und auch wenn das Ende richtig toll beschrieben wurde und ein regelrechtes Feuerwerk darstellte, konnte ich diese gewisse Enttäuschung nicht verbergen. Zum Glück gab es dafür eine andere Überraschung, die mich wieder milde stimmte.

So. Nach dieser Rezension hat auch der letzte gemerkt, wie zwiegespalten ich in Bezug auf meine Meinung bin. Und wenn ihr nun gleich meine Bewertung steht, versteht mich eh keiner mehr. Wenn ein Buch alle Emotionen in mir weckt, die es zu fühlen gibt, spricht es doch enorm für das Buch; Vorhersehbarkeit ist widerum etwas, das ich nicht so gerne mag. Es gab doch einiges an Kritik, und dennoch sagt mir mein Bauchgefühl (ich bewerte ja schließlich immer rein aus dem Bauch heraus), dass Paper Palace nur knapp am Highlight vorbei geschrammt ist und nur minimal schwächer war als Band 1 + 2. Ella und Reed machen eine schwere Phase durch, weswegen ich die teilweise nicht nachvollziehbare Handlungen und Gedankengänge doch verstehen kann. Der Stil war wieder absolut grandios und so passend zur Storyline. Die Spannung und die Emotionen war wieder regelrecht greifbar und auch wenn schon früh deutlich wird, wie es endet, ist der Schluss, von der Inszinierung her, tatsächlich das Feuerwerk, das ich mir so sehr gewünscht habe.

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Erin Watt ist das Pseudonym zweier amerikanischer Bestsellerautorinnen (Jen Frederick & Elle Kennedy) die ihre Begeisterung für großartige Bücher und ihre Schreibsucht
verbindet. Beide sind sehr erfolgreiche Autorinnen in den Bereichen
Young und New Adult. Die »Paper«-Serie um die Protagonistin Ella war ihr
erstes gemeinsames Projekt, das die SPIEGEL-Bestsellerlisten im Sturm
eroberte.

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass dies meine ganz persönliche Meinung ist und bei jedem anderen Leser anders ausfallen kann. Außerdem möchte ich mich ganz herzlich beim Piper-Verlag bedanken, Bilder, Klappentexte und Co. in dieser Rezension verwenden zu dürfen, denn alle Rechte liegen beim Verlag. Desweiteren ein herzliches Dankeschön für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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