Titel: Night School
– Du darfst keinem trauen

Autor: C.J.Daugherty
Verlag: Oetinger Media
Reihe/Serie: #1 von #5
Sprecher: Luise Helm
Genre: Jugendbuch / Mystery
Hördauer: 13Std25Minuten
Format: ungekürt
ISBN: 978-3-945986-19-6
Erscheinung: 03.03.2013
Empfohlen ab 13 Jahren
Preisempfehlung: 9.95€
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Die rebellische Allie wird von ihren Eltern ins Internat Cimmeria
geschickt. Dort häufen sich schon bald eigenartige Vorfälle. Und während
Allie Zugang zu einer Clique findet und gleich von zwei Jungen umworben
wird, geschieht plötzlich ein Mord. Auf der Suche nach dem Täter stößt
Allie auf eine mysteriöse Verbindung ihrer Mutter zur Schule. Wem kann
sie jetzt noch trauen?

 

Night School liegt schon eine unheimlich lange Zeit auf meinem SuB. Jetzt hab ich beschlossen, das Ganze als ungekürztes Hörbuch zu hören, einfach um das Buch endlich abhaken zu können. Ich war unheimlich gespannt, denn Night School wird ja doch extrem gehypt und ich wollte einfach endlich rausfinden, ob es mich genau so begeistern wird, wie all die anderen. Hier erfahrt ihr genau das:

Die Geschichte gibt in Allie’s alten Leben, an ihrer alten Schule. So bekommen wir als Leser die Chance, zusammen mit der Protagonistin die neue Umgebung, und vor allem die neue Situation in die sie hinein geworfen wird, kennen zu lernen. Ich mag es unheimlich, wenn Bücher genau so anfangen, denn wir sammeln zusammen mit den Figuren erste Eindrücke und können uns gemeinsam ein Bild von der Lage machen. Auch hier fand ich es wieder unheimlich gut insziniert und in Szene gesetzt, alles logisch und einleuchtend durchdacht und wir bekommen nicht nur einen Eindruck von der Kulisse und den Geschehnissen, sondern auch direkt von der Protagonistin.

Der fiel in diesem Falle sehr positiv aus. Allie war eine wirklich authentische Persönlichkeit, die Ecken und Kanten besaß und keineswegs durch Perfektion glänzte. Sie war mal was völlig anderes, als all die Mädels, die man sonst so in Büchern trifft. Mit ihrem außergewöhnlichen Kleidungsstil und ihrer offen-rebellischen Art sticht so total aus der Masse heraus und wird zu was Besonderem. Obwohl ich Allie durchaus sympathisch fand und gut mit ihr mitfiebern konnte, traf sie nicht immer ganz meinen Geschmack, was ihre Handlungen und Gedankengänge anging – spricht: ich konnte ihr da nicht immer ganz folgen und bei ihr sein. Nichts desto trotz war sie eine gute Protagonistin, die der Geschichte Leben einhauchen konnte und sehr glaubhaft und realistisch rüber kam. Sie wurde von der Autorin mit ausreichend viel Tiefgang ausgestattet, wir erfahren sogar einiges aus ihrer Vergangenheit, was wiederum für Tiefgang und Nähe sorgte. Dennoch muss ich auch sagen, dass sie nie zu einer richtigen Freundin für mich wurde (diese Vergleiche ziehe ich ja inzwischen ganz gerne), sondern nur zu einer Bekannten. Mir fehlte irgendwas an ihr, irgendwas wichtiges, aber egal wie lange ich überlege, mir fällt nicht ein, was es ist. 

Die Nebenfiguren wie Sylvain, Carter, etc. gefielen mir ebenfalls ganz gut. Natürlich hatte Carter aufgrund seines Image einen gewissen Bonus bei mir, obwohl ich auch Sylvain ganz interessant fand. Jedenfalls waren auch die Nebenfiguren genau so eingehend und authentisch ausgearbeitet, wir unsere Protagonistin, was mich wirklich positiv überraschte. Ich konnte mir von jedem einzelnen ein klares Bild vor Augen rufen und fühlte mich wohl in der Runde.
Die Sprecherin hat mich vollkommen von sich überzeugt. Nicht nur, dass ihre Stimme sehr angenehm klar, sondern auch die Betonungen und die einzelnen Tonlagen der unterschiedlichen Figuren, sprachen mich voll und ganz an. Luise Helm hat hier einen unglaublich guten Job gemacht und ich weiß jetzt schon, dass ich mich auf weitere Hörbücher freue, die von ihr gesprochen werden.
Zum Schreibstil kann ich dieses Mal nicht besonders viel sagen. C.J.Daugherty schreibt sehr einfach und gut zu lesen (ja ich hatte das Buch auch schon mal angelesen), schafft auch eine gewisse Atmosphäre, die in diesem Buch sehr düster ausfällt, aber so richtig in Erinnerung bleiben, wird er mir aufgrund Besonderheit etc. nicht. Nichts desto trotz fand ich auch den Stil und die Sprache absolut passabel und habe nichts zu kritisieren, bis auf den fehlenden Wow-Effekt, doch finde ich es allgemein schwer, allein mit einem Schreibstil zu beeindrucken.

Die Idee. Ja. Die Idee. Ja. Puh. In meinem Kopf ist immer noch kein klares Urteil zu der Idee gefallen, deswegen kann das jetzt durchaus etwas wirr werden – wahrscheinlich sogar der komplette Rest der Rezension. Ich muss erst einmal sagen: es ist ja allseits bekannt, dass es bei ‚Night School‘ NICHT um ein Fantasybuch handelt – magische Fähigkeiten, Fabelwesen, etc. konnte ich also direkt ausschließen. Nur .. irgendwie hat die Autorin sich echt lange Zeit gelassen, um Mal ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Während der ersten Hälfte hatte ich echt keine Ahnung, in welche Richtung sich das Buch entwickeln wird und war dementsprechend auch etwas abgenervt über diese Unwissenheit. Meist sollen solchen Verzögerungen ja dazu führen, dass man immer neugieriger wird – das hat bei mir überhaupt nicht funktioniert. Wie schon gesagt, es hat mich eher genervt, als alles andere. Ich fand auch die Auflösung bei weitem nicht so besonders, wie erwartet oder wie man aufgrund der vielen mega guten Rezensionen annehmen sollte. Ich war eher ein wenig enttäuscht. Auch die ganzen Nebeneinflüsse waren kein richtiges Highlight für mich; plausibel ja, aber kein Highlight. Auch das Ende hat mich nicht schockiert oder überrascht, da hätte man wahrscheinlich mehr rausholen können.

Die Umsetzung stieß dann ebenfalls nicht besonders auf Anklang bei mir. Zu Beginn war es noch sehr spannend, es gab noch einen gewissen Reiz, doch der nahm immer mehr und relativ schnell ab. Es war stellenweise schon recht spannend und rasant, aber eben nur stellenweise. Daraus schließe ich, dass es auch oft echt lang und irgendwie fad war. In der Mitte gab es einmal eine Szene, nach der ich dachte: So!! Jetzt!!v aber dann kam wieder so ein Durchhänger und es wurde sich mehr mit der Dreiecksgeschichte beschäftigt als mit der eigentlichen Geschichte. Das Ende war umsetzungstechnisch ebenfalls nicht richtig actionreich, sondern eher .. naja.. es lief halt aus, wie eine Welle am Strand. Auch das eigentliche Highlight, das zweifelsohne einige überraschen soll, war für mich schon von vorn herein klar weil zu viele Tipps diesbezüglich gestreut wurden.

 

‚Night School‘ gilt als ungemein gehypte Reihe, doch der erste Band hat mich einfach nicht überzeugt. Er war keineswegs schlecht, überhaupt nicht, aber eben auch nichts besonderes. Für mich ein Durchschnittsbuch, das man mal lesen kann, aber nicht muss. Dennoch muss ich gestehen, dass ich Band 2 definitiv eine Chance geben werde, denn irgendwo steckt halt doch noch ein Funken Neugierde in mir und ich möchte schon wissen, wie es mit Allie und Co. weitergeht. Alles in allem also ein gutes Buch, so Mittelding, aber mit genügend Potential, um die Folgebände wesentlich besser werden zu lassen (Die Charaktere, die Sprecherin und der Stil waren ja schließlich schon ziemlich gut, nur am Rest haperte es noch).

Ich vergebe 3 von 5 Sternen und möchte eine bedingte Lese-Emfephlung aussprechen. Vor allem für jüngere Leser wird das Buch sicherlich besser geeignet sein als für Erwachsene, jedoch gibt es unter all den Leseratten bestimmt auch viele ältere, die Night School sehr gern mögen werden. Ich bin gespannt auf Band 2.

 

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C.J. Daugherty, Autorin und Journalistin, lebt in Südengland. Sie war
u.a. für verschiedene amerikanische Zeitungen als Polizeireporterin
tätig, veröffentlichte gemeinsam mit ihrem Mann Reiseführer und schreibt
seit einiger Zeit spannende Bücher für junge Erwachsene. Mit ihren
Romanen über die »Night School« erntete sie sehr schnell internationale
Anerkennung. Die „Teenie-Serie mit Potential“ – so der Norddeutsche
Rundfunk in seinen Buchtipps – wird bereits in 18 Sprachen übersetzt!
C.J. Daugherty selbst sagt über ihr Werk: „Night School kann euch dabei
helfen, an der Uni zu überleben, außerdem ein Schweizer Messer,
Thunfisch aus der Dose und billiger Gin!“


An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) bei Audible.de bzw beim Oetinger-Verlag liegen und mich außerdem herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen. 
Diese
Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen
Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum
bitten, dies zu berücksichten.

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