Trinity: Verzehrende Leidenschaft
Audrey Carlan
Verlag: HHV GmbH
Reihe/Serie: #1 von #5
Genre:  Erotik
Erscheinungsdatum: 05.Januar.2017
Spieldauer: 13 Stunden und 3 Minuten
Format: Ungekürztes Hörbuch 
Sprecher: Christiane Marx
ISBN: 978-3-8449-1572-3
Unverbindliche Preisempfehlung: 24,95€
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Ich liebe dich. Ich will dich. Ich werde dich nie verlassen. Beim
Gedanken an diese Worte bekommt Gillian Callahan Panik. Jahrelang wurde
sie von ihrem gewalttätigen Ex-Freund misshandelt. Jetzt ist sie frei
und arbeitet für Safe Haven, die Hilfsorganisation, der sie ihre Rettung
verdankt. Das Thema Männer hat sie abgehakt. Bis sie bei einer
Konferenz den Vorsitzenden von Safe Haven, Chase Davis, kennenlernt. Der
attraktive Milliardär ist so sexy, dass Gillian schwindelig wird.
Außerdem bekommt er immer, was er will – und er will Gillian. In ihr
kämpfen Lust und Angst gegeneinander. Wird sie Chase vertrauen können?
Ist sie bei ihm wirklich sicher? Und wie gefährlich ist ihre dunkle
Vergangenheit?

Spätestens nach Calendar Girl war Audrey Carlan ja in aller Munde – nicht überall positiv, aber immerhin ist der Name wohl jedem ein Begriff. Das Problem war immer nur, dass mich die Geschichte rund um Calendar Girl nicht großartig reizte und ich mir deshalb keine eigene Meinung über die Autorin bilden konnte. Jetzt habe ich durch Zufall den ersten Band ihrer neuen Reihe bei Audible entdeckt und nachdem mich auch der Klappentext überzeugte, habe ich es direkt gedownloaded und ohne zu zögern gehört. Hier gibt es nun meine ehrliche Meinung dazu:

Der Einstieg gelang mir problemlos. Wir starten direkt an Gillian’s Seite in die Geschichte, erfahren einige wichtige Hintergrundinformationen über sie und treffen zusammen mit ihr zum ersten Mal auf Chase. Ich fand es gut gelöst, dass wir erst einmal einige Minuten Zeit bekommen um uns an die weibliche Hauptfigur zu gewöhnen, bevor wir dann auch schon so richtig in das Geschehen einsteigen vor Augen geführt bekommen, welches Genre dieses Buch bedient – nämlich Erotik, und das nicht zu knapp. Trotzdem empfand ich den Sprung in die Geschichte als wirklich leicht und informativ.

Ich möchte einfach ein normales Leben – eines ohne Schmerzen.
[Erster Satz in *Trinity – Verzehrende Leidenschaft* von Audrey Carlan]

Die Protagonisten lassen mich etwas zwiegespalten zurück. Gillian war alles in einem sehr sympathische Frau, sehr herzlich gegenüber ihren Freunden und in Bezug darauf auch sehr authentisch. Ich fand ihre Stärke teilweise bewunderswert; sie zeigte mir richtig, dass es immer das Beste ist, in die Zukunft zu sehen und nicht zurück zu blicken und ständig in der Vergangenheit zu leben. Sie war eine taffe Karrierefrau, die ihren Job sehr ernst nimmt und mit Herzblut dabei ist; immer bemüht und sehr engagiert. Und dann gab es da diese andere Seite, wo sie sich alles gefallen lässt und über Dinge hinweg sieht, die ich niemals tollerieren könnte. Da wiederum fand ich sie einfach nicht so richtig glaubhaft, denn ich konnte diese beiden Seiten einfach nicht in Einklang bringen. Alles in allem mochte ich sie gerne, verstand aber einzelne Handlungen und Gedankengänge nicht.
Auch Chase war recht ähnlich gestrickt: Auf der einen Seite war er ein heißer Geschäftsmann mit ordentlich Kohle, ein Badboy und sehr lebensnah und authentisch. Im nächsten Moment verwandelt er sich in einen regelrechten Höhlenmenschen, inklusive vulgärer Sprache und Handlungen, die wahrscheinlich ein Neanderthaler noch altmodisch finden würde. Er brachte teils Aussagen, teils Taten, die so fernab jeder Glaubwürdigkeit liegen – zumindest sehe ich persönlich das so. Diese Gehabe hat mir den Charakter nicht gänzlich versaut, es war für mich was völlig Neues und obwohl es mich schockierte, faszinierte es mich doch auch in gewisser Weise. Trotzdem hätte es nicht unbedingt sein müssen und die Geschichte hätte es auch definitiv gebraucht. 
Was mir wiederum positiv auffiel waren die sympathischen Nebenfiguren. Alle wirkten sehr authentisch und liebenswert und alle haben eine gewisse Portion Tiefgang verpasst bekommen, sodass sie alles in allem glaubhafter und lebensechter rüber kamen. Besonders Gillian’s Mitbewohnerin Maria hat die gesamte Geschichte total aufgelockert und hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Ich freue mich jedenfalls, ihr und den anderen Freunden von Gillian im nächsten Band wieder zu begegnen.
Die Sprecherin hat mich ziemlich beeindruckt – nicht nur, dass ich fand, dass sie ihren Job außerordentlich gut gemacht hat, sondern auch dass ich ihre Stimmfarbe total gern gehört habe und ihr gut folgen konnte. Ich persönlich habe in diesem Buch nicht mit so derber Erotik und noch derberer Sprache gerechnet, doch Christiane Marx hat mit viel Gefühl gesprochen und hat alles wesentlich weniger plump wirken lassen, sondern dem Ganzen sogar Niveau verliehen – und das alles, obwohl ich nie geglaubt hätte, dass ein/e Specher/in so eine riesige Wirkung auf eine Geschichte haben kann. Gut gemacht!

Der Stil von Audrey Carlan lässt sich sehr flüssig hören und ich kam, wahrscheinlich auch dank der nahezu perfekten Sprecherin irre gut und schnell voran. Ich hatte sowohl Gillian als auch Chase und die Nebenfiguren klar vor Augen und fand auch die Szenen schön beschrieben und bildhaft dargestellt. Das ganze dann aus der Ich-Perspektive zu erleben verschaffte dann den zusätzlichen Vorteil, dass man sich als Leser dem Geschehen noch näher zu fühlen; zumindest war das bei mir der Fall. Allmählich werd ich ein richtiger Fan dieser Schreibweise. Wenn ich jedoch etwas kritisieren müsste bei der Autorin, wäre es die teilweise doch extrem derbe Sprache. Gut, Erotik ist und bleibt Erotik, doch zwischen niveauvollen, prickelnden Szenen und plumper Porno-Ausdrucksweise gibt es doch einen Unterschied und der war hier teilweise etwas verschwommen. Nichts desto trotz gab es einige einheizenden Momente in dieser Geschichte und das verdankt sie nicht nur der Storyline und der Sprecherin, sondern in erster Linie dem Schreibstil.


Die Grundidee ist sicher absolut nichts neues – eine junge Frau mit einer schweren Vergangenheit kann der Männerwelt nicht mehr trauen, keinen mehr an sich heranlassen, bis dann der steinreiche Hottie um die Ecke kommt. Das alles kommt mir doch vage bekannt vor, wahrscheinlich aus den tausenden anderen Büchern, die diese Thematik behandeln. Doch es muss ja nicht immer etwas schlechtes sein, wenn man eine allseits bekannte und beliebte Idee neu erfindet und eine Umsetzung schafft, die es in sich hat. Leider war das hier nicht der Fall.. ich fand die Geschichte an sich zwar wirklich spannend, teilweise sehr emotional und mitreißend, aber doch irgendwie auch recht bekannt. Es gab nicht diesen Wow-Effekt, den solche Bücher einfach brauchen um aus der Masse heraus zu stechen. Es gab einige Punkte, die mir negativ aufgefallen sind; nicht zuletzt die Tatsache, dass immer wieder betont wird, wie sehr Gillian unter ihrem Ex gelitten hat und wie schwer sie sich tut, einen Mann an sich heran zu lassen und dann plötzlich aus heiterem Himmel taucht eben Chase auf und alles ist vergessen. Auch die Charakterzüge von Chase widersprechen der ganzen Sache total, denn ist er doch enorm besitzergreifend und teilweise extrem grob – was mich persönlich viel mehr abschrecken würde, als dass ich mit offenen Arme in seine Richtung renne. Alles in allem wirkte das auf mich nicht glaubhaft und ich konnte mich trotz allen positiven Aspekten nicht mit ihnen freuen. Was wiederum ganz nett war, war der Thrill-Aspekt (wow – es gibt inzwischen doch viele Bücher wo Erotik oder New Adult mit Thriller und/oder Krimi-Elementen vermischt werden). Ich weiß bis zuletzt absolut nicht, wer nun dahinter steckt und allein wegen diesem fiesen Cliffhanger, muss ich einfach auch Band 2 hören! Ich muss ja schließlich wissen, ob meine vage Vermutung, die ich bereits seit einiger Zeit habe, auch wirklich stimmt oder ob man mich in die Irre geführt hat.

„Trinity 1 – Verzehrende Leidenschaft“ von Audrey Carlan ist eine Geschichte, die mich nicht komplett überzeugen konnte, mich mitunter aber doch mitriss und fesselte und eine gewisse Grundspannung mit sich brachte. Auch der Cliffhanger am Ende ist so gesetzt, dass sich sicher der ein oder andere dadurch gezwungen fühlt, weiter zu hören oder zu lesen. Schade dass Gillian und Chase und ihre Gefühle nicht auf mich übergesprungen sind; vielleicht hätte es doch gut werden können. Ich ziehe aus diesem Grund, und durch die Tatsache, dass es mir hin und wieder zu unglaubwürdig war, anderthalb Sterne ab und lande deshalb bei lieb gemeinten

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Audrey Carlan schreibt mit Leidenschaft heiße Unterhaltung.
Ihre Romane veröffentlichte sie zunächst als Selfpublisherin und
begeisterte damit eine immer größere Fangemeinde, bis Waterhouse Press
sie unter Vertrag nahm. Ihre Serie Calendar Girl stürmte die Bestsellerlisten von USA Today und der New York Times und wird als das neue Shades of Grey gehandelt. Audrey Carlan lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Kalifornien.
An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass dies meine ganz persönliche Meinung ist und bei jedem anderen Leser anders ausfallen kann. Außerdem möchte ich mich ganz herzlich beim HörbucHHamburg Verlag und Audible bedanken, Bilder, Klappentexte und Co. in dieser Rezension verwenden zu dürfen, denn alle Rechte liegen beim Verlag. Desweiteren ein herzliches Dankeschön für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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