Titel: Black Blade: das eisige Herz der Magie

Autor: Jennifer Estep
Verlag: ivi-Verlag
Reihe/Serie: #1 von #?
Genre:Fantasy / Jugendbuch
Seitenanzahl: 368
ISBN: 978-3492703284
Erscheinungsdatum: 05.Oktober.2015
Format: broschiert
Empfohlen: 14 – 17 Jahre
Unverbindliche Preisempfehlung: 14.99€
Kauf-Möglichkeiten u.A.:
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Besonderheiten: keine bekannt

  

Willkommen in Cloudburst Falls, dem magischsten Ort in ganz Amerika!
Muss man anderswo lange suchen, um einen Troll unter einer Brücke zu
finden, so ist es hier ganz einfach, Monster und Magische in ihrem
natürlichen Lebensraum zu beobachten. Doch wer über keine magischen
Fähigkeiten verfügt, ist in Cloudburst Falls nicht viel wert …

Oh mein Gott. Ich hatte so riesige Erwartungen an diese Geschichte, denn spätestens nach der Mythos Academy wusste ich um das riesige Talent der Autorin. Wie letztlich meine Meinung ausfällt, das erfahrt ihr jetzt:
 Jennifer Estep entführt den Leser wieder einmal in eine fantasievolle Welt, in der Trolle, Lochness-Monster und andere magische Wesen an der Tagesordnung stehen. Doch auch die Sterblichen spielen eine tragende Rolle, denn wie im Klappentext schon erwähnt, sind die Tölpel, wie die normalen Menschen im Buch genannt werden, die unterste Schicht in Cloudburst Falls. Ich wurde, alles in allem, doch in gewisser Weise an die Mythos Academy erinnert, wenngleich es doch auch einige völlig neue Elemente gab, die mich zu überzeugen wussten.
Lila Merriweather ist eine unglaublich authentische Persönlichkeit, die ihr Herz trotz der eisigen Kälte, die sie ausstrahlt, am rechten Fleck trug. Mir gefiel die Mischung aus gewissenlos und kampflustig und irgendwie verletztlich und liebenswert. Ihre Sprüche waren teilweise unglaublich erheiternd und sie konnte jedem verbalen Hieb wunderbar locker und geschickt kontern. Lila war für mich eine nahezu perfekte Protagonistin, die es mir sehr leicht machte, die Geschichte mit ihr gemeinsam zu erleben. Ich konnte ihre Handlungen und Gedankengänge stets nachvollziehen und empfand Lila als sehr charakterstarke Person, die sich so leicht nichts gefallen lässt.
Doch auch die anderen Figuren entsprachen all meinen Wünschen. Es gab die, die mein Herz im Sturm eroberten und es gab die, die ich von der ersten Sekunde nicht ausstehen konnte. Aber es gab auch die, die im Laufe der Geschichte die Seiten wechselten – sprich: die ich anfangs mochte, nur um dann erkennen zu müssen, wie falsch und intrigant diejenigen waren – und natürlich auch umgekehrt. Kurz gesagt: die Autorin hat wieder einmal herrliche Figuren geschaffen, die nicht nur als Buchcharaktere fungierten, sondern teilweise zu richtigen Freunden wurden.
Auch der Schreibstil war wie gewohnt sehr locker und leicht zu lesen, schuf dabei aber ausreichend viel Atmosphäre. Anfangs war ich vielleicht noch ein bisschen verwirrt bezüglich der Zeit, in der das Buch spielte, das legte sich aber schnell und driftete immer mehr nach Cloudburst Falls ab. Auch die gewählte Erzählweise in Form der dritten Person sprach mich an. 
Die Idee erinnerte mich, wie oben schon erwähnt, ein bisschen an Mythos Academy. Auch in Black Blade trifft man einige  sehr spezielle, magische Wesen mit allerlei Fähigkeiten, genau so wie auch bei Gwendolyn Frost. Nichts desto trotz hat die Autorin aber auch neue Elemente verbaut und vor allem die Gesamt-Story beeindruckte mich. Während in vielen anderen Geschichten nur Magie oder Waffen eingesetzt werden, setzt Jennifer Estep bei Black Blade auf Schwerter, Wurfsterne, usw. Allein das schon sprach mich sehr an und verschaffte mir einen riesigen Lesegenuss.
An der Umsetzung gibt’s auch nichts zu meckern. Obwohl einige der Meinung sind, das Buch wäre vorhersehbar, verspürte ich permanente Spannung. Auch ich habe mit der ein oderen Auflösung gerechnet, wurde aber dennoch sehr gut unterhalten und weiterhin überrascht und in Staunen versetzt. Womit ich zum Beispiel niemals gerechnet hätte, war die Tatsache, dass die Liebesgeschichte, die ja doch irgendwie recht groß angepriesen wurde, einen so kleinen Teil des Buches einnahm. Das war jedoch keineswegs negativ, denn die actionreiche Spannung wurde so nicht durch Gefühlsduselei zerstört, sondern blieb permanent aufrecht erhalten. Für mich hatte dieses Buch in Sachen Umsetzung einfach alles, was man sich wünscht: Spannung, Überraschungen, ausreichend viele Details und bildhafte Beschreibungen, sodass ich mir auch die magischsten Wesen klar vor Augen führen konnte. Ganz zu schweigen von der herrlichen Kulisse. Interessante Aspekte und eine Menge Kreativität von Seiten der Autorin runden das Bild eines perfekten Story-Ablaufs ab. 
Lila und ihr Leben war unfassbar interessant zu verfolgen und die Geschichte bietet alles, was das Leserherz – was mein Herz – begehrt. Spannung, eine tolle Kulisse, völlig neuartige Elemente und einen herrlich leichten aber trotzdem atmosphärischen Schreibstil. Für alle Mythos Academy bzw. Fantasy-Fans ein absolutes Muss.

Ich vergebe 4.5 von 5 Sternen, tendiere hierbei allerdings eher zu 5 Sternen, als zu 4. Das einzige Manko ist die leichte Vorhersehbarkeit, doch hab ich mich letztlich für nur 4.5 Sterne entschieden um Luft nach oben zu lassen für die Folgebände.

Jennifer Estep

Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin.
Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und
Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt
heute in Tennessee. Bei Piper erschien bisher ihre All-Age-Serie um
die »Mythos Academy« sowie die Urban-Fantasy-Reihe »Elemental Assassin«. 


An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim ivi-Verlag liegen und mich an dieser Stelle herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen.
Diese
Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen
Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum
bitten, dies zu berücksichten. Dieses Buch flashte mich, genau so wie ich erwartet hatte und übertraf meine Erwartungen dennoch um ein gutes Stück. Kurz: eine wunderbare Fantasy-Geschichte.

2 Gedanken zu “||► Rezension ◄|| „Black Blade: Das eisige Herz der Magie“ von Jennifer Estep”

  • Hey Patchouli. 🙂
    Ich fand es auch mal wieder klasse. Diese Frau kann einfach schreiben. 🙂
    Ich fand es auch nicht vorhersehbar, bin aber vielleicht auch immer etwas geblendet, weil ich so begeistert von ihr bin.^^

    Viele Grüße! ♥
    Liss

    • Hey Liss 🙂
      Ja das kann sie wirklich unglaublich gut. Ich wünschte, ich hätte ein bisschen was von ihrem Talent 😛 Aber du hast schon recht, man wird da so in andere Welten katapultiert, dass man sich einfach fallen lässt und gar nicht großartig rätselt, wer dahinter steckt und so weiter 🙂
      Allerliebste Grüße, Patchi ♥

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