Titel: The Club #1: Flirt

Autor: Lauren Rowe
Verlag: Piper Piperback
Reihe/Serie: #1 von #3
Genre: Erotik // New Adult
Seitenanzahl: 400
ISBN: 978-3492060417
Erscheinungsdatum: 01.April.2016
Format: broschiert
Empfohlen für Erwachsene
Unverbindliche Preisempfehlung: 12,99€
Kauf-Möglichkeiten u.A.:
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Besonderheiten: ———-
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Jonas muss verrückt geworden sein. Immerhin hat er sich gerade bei einer
sündhaft teuren Datingagentur angemeldet, obwohl es in Seattle mehr als
genug Frauen gibt, die mit ihm zusammen sein wollen. Aber genau deshalb
braucht er »The Club«: Er möchte nicht nur eine einzige Frau glücklich
machen. Im Gegenteil. Er liebt die Abwechslung und genießt seine
Freiheit. Zumindest bis er am nächsten Morgen seine E-Mails öffnet und
eine private Nachricht der Mitarbeiterin entdeckt, die seine
Anmeldeunterlagen ausgewertet hat. Sie möchte anonym bleiben, muss nach
Jonas‘ Lobeshymnen auf sich selbst aber einfach etwas loswerden, das
sein übergroßes Ego zutiefst erschüttern dürfte … Dann verrät sie ihm
ihr intimstes Geheimnis, und er weiß sofort: Sie ist perfekt. Er muss
sie finden. Sofort. Koste es, was es wolle.

Okay – die Neugierde auf dieses Buch war nahezu grenzenlos; daher hab ich mich umso mehr gefreut, als ich die Mail bekam, dass ich in der Leserunde auf LovelyBooks mitlesen darf.  So. Gesagt – getan. Es war unglaublich amüsant, denn die Meinungen gingen doch sehr auseinander und es war herrlich erfrischend, auch mal andere Denkweisen und Geschmäcker „erleben“ zu dürfen. Doch wie es mir letztlich und endgültig gefallen hat, das erfahrt ihr jetzt hier, in meiner ausführlichen Rezension.

Der Einstieg in die Geschichte riss mir erst einmal komplett den Boden unter den Füßen weg. Da ich im Vorfeld nicht großartig über das Buch recherchiert habe, sondern einfach nur den Klappentext gelesen hatte, rechnete ich mit einer süßen New Adult – Story, mit ein wenig Erotik, herzerwärmenden Gefühlen und einer recht gängigen Hintergrund-Geschichte. Was ich dann aber erhielt, verwirrte mich zutiefst. Dazu später noch einmal mehr. Jedenfalls hatte ich so meine Probleme um ins Geschehen wirklich rein zu kommen und brauchte einige Seiten Zeit, um mich mit allem anfreunden zu können. Gleich vorweg: Hätte der Klappentext verraten, um was in diesem Buch wirklich geht, hätte ich dieses Problem schlicht und ergreifend nicht gehabt.

Anschließend kommen wir, wie gewohnt, zu den Protagonisten. Das sind in diesem Falle Jonas und Sarah. Jonas, ein unheimlich erfolgreicher Geschäftsmann mit einem traumhaften Aussehen und einem riesigen Frauen-Verschleiß. Ich muss sagen, er war trotz der Tatsache, dass er so viel Geld besaß, sehr bodenständig und trug sein Herz definitiv am rechten Fleck. Seine äußere Mauer brauch relativ schnell zusammen und zum Vorschein kam ein Mann mit einer schweren Vergangenheit, einem Lebensstil, der ihn genau davon ablenkt und ein Kämpferherz. Während ich anfangs noch dachte, Frauen wären für ihn nichts wert, wurde ich schnell eines besseren belehrt und freundete mich wunderbar mit unserem charismatischen Charakter an. Auch Sarah eroberte mein Herz im Sturm, jedenfalls zu Beginn. Eine junge Jura-Studentin, die sowohl ihren Lebensunterhalt wie auch ihr Studium mit einem Job als Aufnahmeassistentin im Club finanzierte. Im Laufe der Zeit entwickelte sich Sarah allerdings ein wenig in die falsche Richtung, wenn man das so sagen kann. Einerseits wurde sie sehr dominant und herrisch, besaß unheimlich viel Selbstvertrauen und ging auf Konfrontationskurs, im nächsten Augenblick fiel das alles wie ein Kartenhaus zusammen und sie wurde jämmerlich und kläglich, beinah schon trotzig und ruinierte so oftmals die Stimmung. Alles in allem war sie zu ertragen, eine eine wirklich Sympathie oder gar eine Freundschaft entstand leider nur in seltenen Momenten und wurde dann auch schon wieder im Keim erstickt.
Die Nebenfiguren blieben dabei rect distanziert; lediglich Sarah’s beste Freund Kat und Jonas‘ Bruder Josh erhielten einige Details und wurden mit einem gewissen Tiefgang ausgestattet. Wer mir aber besonders gefiel war Georgia – eine unheimlich starke Persönlichkeit, die mich sofort von sich überzeugen konnte.
  
Der Stil an sich war sehr leicht und flüssig zu lesen. Die Autorin schafft eine wundervolle Kulisse und führte mir die einzelnen Szenen stets klar vor Augen. Was mich aber definitiv störte war diese vulgäre Sprache. Also von stilvoll oder niveauvoll kann definitiv keine Rede sein, denn ich weiß nicht wie oft, aber ich muss nicht auf jeder Seite 3x ‚Fick mich‘, ‚Schwanz‘ und Co lesen. Das ist mir dann irgendwann zuwider und ich kanns nicht mehr sehen/lesen. Ansonsten ist das ganze aus der Ich-Perspektive geschrieben und switcht zwischen Jonas und Sarah. Das wiederum fand ich ganz angenehm und brachte mir beide Parteien etwas näher.

Die Idee ist der springende Punkt von oben. Der Titel wie auch der Klappentext lassen nicht unbedingt darauf schließen, dass es sich bei diesem Buch um einen astreinen Erotik-Roman ala Shades of Grey, handelt. Man sollte also definitiv vorgewarnt werden, denn hier folgt eine Sex-Szene der anderen. Wäre mir das schon vorher bewusst gewesen, wäre ich längst nicht so geschockt gewesen, sondern hätte mir darauf einstellen können. Aber, ist das Hindernis in Form eines Schocks erstmal überwunden, muss ich gestehen, dass ich die Idee an und für sich total gut fand. Ich fand die Einfälle, die Lauren Rowe in diese Geschichte einfließen hat lassen sehr kreativ und erfrischend und sehr interessant zu verfolgen. Auch die überraschenden Momente kamen nicht zu kurz und die Autorin brachte mich mehr als nur 1x zum Staunen.

Bei der Umsetzung bin ich, wie auch schon bei der Idee, zwiegespalten. An und für sich gefiel mir die Story unheimlich gut und es kam tatsächlich auch öfters einmal Spannung auf, jedoch fand ich die Sex-Szenen zu eintönig und gleichbleibend. Es war immer der selbe Ablauf, es lief immer auf das selbe hinaus und allgemein war mir das Buch in Bezug auf die Erotik zu überladen. Es machte den Anschein, als würde die Autorin auf Gedeih und Verderb minimum in jedes Kapitel 2-3x Sex einbauen wollen, ob es denn nun passte oder nicht. Es wirkte stellenweise einfach erzwungen und überladen. Ansonsten gefiel mir aber die Kulisse sehr gut, was ich oben ja schon anmerkte, denn die war tatsächlich mal was Neues und rief ganz neue, erfrischende Bilder vor meinem inneren Auge herauf. Um dieses Wirrwarr noch einmal zusammen zu fassen; es gab sowohl Momente, in denen ich total gefesselt war und mitgerissen wurde, aber auch Passagen, in denen ich tief Luft holen musste um nicht die Augen zu verdrehen. So war die Geschichte recht durchwachsen, auch wenn mich die Spannung derart bei Laune hielt, dass ich niemals auf die Idee gekommen wäre, das Buch abzubrechen.

Und dann kam der Epilog. Der bescherte mir dann richtig Gänsehaut und machte mich unglaublich neugierig auf Band 2 der Reihe. Während in vor dem Epilog noch zweifelte, ob ich wirklich weiterlesen will, war es mir danach schlagartig klar: JA! Ich MUSS wissen, wie es weitergeht und zusammen mit Jonas und Sarah herausfinden, was sich hinter all dem Chaos steckt. Auf jeden Fall verspricht der Epilog unglaubliches, actionreiches Tempo in Band 2.
 

Allgemein lässt mich das Buch ziemlich aufgewühlt zurück, aber auch Neugier mischt sich in diese Zwiespältigkeit. Wer von vorn herein weiß, dass es sich um einen Erotik-Roman handelt, der gewisse Parallelen zu SoG aufweist und genau das gerne liest, wird „The Club“ sicherlich vergöttern. Ein herrlich attraktiver Hauptprotagonist, sympathisch, charmismatisch und anbetungswürdig mit dem Herz am rechten Fleck, und eine etwas launische weibliche Figur machen die Geschichte amüsant und lesenswert. Wer mit vielen Sex-Szenen zurecht kommt, kein Problem mit einer recht plumpen Sprache hat, und dabei ein herrliches Setting wünscht, ist mit dieser Geschichte 100% gut bedient. Wichtig ist in diesem Falle einfach, dass man weiß, was einen erwartet.
 

Ich vergebe 3.5 von 5 Sternen, möchte aber ganz klar erwähnen, dass die Wertung deutlich besser ausgefallen wäre, wäre ich von vorn herein aufgeklärt gewesen. Nichts desto trotz spreche ich eine Lese-Empfehlung für all diejenigen aus, die von Shades of Grey mehr erwartet haben bzw. allgemein gern solche Bücher lesen.

Lauren Rowe

Lauren Rowe ist das Pseudonym einer amerikanischen Bestsellerautorin und
Singer-Songwriterin, die sich für »The Club« ein Alter Ego zugelegt
hat, damit sie sich beim Schreiben dieser heißen Liebesgeschichte nicht
zurückhalten muss. Lauren lebt zusammen mit ihrer Familie in San Diego,
Kalifornien, wo sie mit ihrer Band auftritt und sich möglichst oft mit
ihren Freunden trifft.



An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim Piper-Verlag liegen und mich außerdem herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen. Ebenfalls „Danke“ sagen möchte ich für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares. Es war mir eine große Freude, die Geschichte lesen zu dürfen.
Diese
Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen
Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum
bitten, dies zu berücksichten.

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