Dieser Post enthält bezahlte Promotion. (Amazon Affiliate Link*)

Titel: Der Kuss der Lüge

Autor: Mary E. Pearson
Verlag: One-Verlag (Bastei Lübbe)
Reihe/Serie: #1 von #4
Übersetzer: Barbara Imgrund
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Seitenanzahl: 560
ISBN: 978-3846600368
Erscheinungsdatum: 16.Februar.2017
Format: Hardcover
Empfohlen ab 14 Jahren
Unverbindliche Preisempfehlung: 18,00€
Kauf-Möglichkeiten u.A.:
Amazon*  ►♥◄  Verlag
Besonderheit: ———–
Leseprobe: » hier « (via .pdf-Datei)
 
 

Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre
alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in
ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr
bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit
entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer
kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die
beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die
Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den
sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen

Ich glaube, an diesem Buch kam wirklich absolut niemand vorbei. Es war tatsächlich aller Munde, egal ob bei Facebook, Instagram, auf Blogs und in Videos sowieso. So wuchs auch meine Neugierde darauf immer mehr und ich hab es letztlich von meinem Verlobten geschenkt bekommen. Dass es nun über ein halbes Jahr unbeachtet herum stand, war zwar nicht geplant, doch wollte ich mir die Geschichte durch meine Lese-Unlust nicht verderben & deswegen hab ich es so lange vor mir hergeschoben, bis ich der Meinung war, jetzt ist der perfekte Moment – und der kam auch.. Ende September, als ich unwahrscheinliche Lust auf die Geschichte rund um Lia bekam. Jetzt kann auch ich endlich meine Meinung darüber kundtun, und die lautet wie folgt:

Zu Beginn des Buches bekommen wir als Leser erst einmal ein wenig Zeit, um sich mit den Begebenheiten vertraut zu machen und um uns in der Geschichte allgemein erst einmal zurecht zu finden. Ich persönlich hatte damit schon mal keine Probleme und glitt mühelos hinein. Alles beginnt mit Lia und ihrer Zofe bzw besten Freundin Pauline in einer relativ alltäglichen Situation. Die beiden unterhalten sich und schmieden Pläne, wie sich später herausstellt, natürlich für die bevorstehende Flucht. Schnell wird klar, wie unterschiedlich die beiden jungen Frauen doch sind und wie gut sie sich deshalb ergänzen. Während meine Angst ein wenig zunahm, dass sich das alles vielleicht etwas in die Länge ziehen könnte, passierte plötzlich etwas, das mein Interesse weckte. Das sogenannte Kavah wurde gemalt und mit Priester-Sprüchen gesegnet – was es damit auf sich hat oder was ein Kavah ist, müsst ihr selbst nachlesen. Aber ab genau diesem Moment nimmt die Story an Fahrt auf und die Spannung steigt stetig an. Für mich ein rund herum gelungener, leicht verständlicher Einstieg, der Lust auf mehr macht.
  
Lia ist eine wirklich interessante Persönlichkeit. Natürlich gab es einige Parallelen zu anderen Buchfiguren und so richtig aussergewöhnlich war sie nun auch nicht; aber ich fand ihre ganzen, teilweise recht unterschiedlichen Eigenschaften einfach so harmonisch. Zum einen wirkte so jung und unerfahren, teilweise fast kindlich – auf der anderen Seite war es ihre Schlagfertigkeit und ihr Mut, was mich so begeisterte. Lia war einfach auf ganzer Linie sympathisch und sehr glaubhaft umgesetzt. Ihr gesamter Charakter passte einfach zu ihrer Vergangenheit bzw. zu ihren Erlebnissen und das allein sorgte für viel Tiefgang und Authensität. So, und nur so muss eine Buchfigur gestaltet werden. Sie wuchs auch an ihren Aufgaben, hatte überhaupt keine Prinzessinnen-Allüren und war einfach ein tolles Mädchen, das ich tief ins Herz schloss und mit dem ich so unglaublich gern mitfieberte.

Doch auch Pauline eroberte mein Herz im Sturm. Als beste Freundin und gleichzeitig Zofe der Prinzessin wirkte sie natürlich etwas bodenständiger, fast ärmlicher, obwohl das natürlich Quatsch ist;  in manchen Belangen aber auch deutlich erfahrener, schließlich gab es bei ihr keine Verpflichtungen und sie konnte problemlos ihre Erfahrungen machen. So kam auch sie glaubhaft und echt rüber, war immer wieder Lia’s Fels in der Brandung und somit auch der Ruhepol für den Leser. 
Und nun zu den männlichen Haupt-Akteuren in diesem Buch. Kayden und Rafe. Himmel was für zwei Männer. Beide irgendwie ähnlich, und doch so verschieden. Während Kaden durch Höflichkeit und Nettigkeit glänzt ist Rafe eher der geheimnisvolle, was ich persönlich ja immer anziehender finde. Dennoch muss ich zugeben dass ich mich auch jetzt, rückblickend überhaupt nicht zwischen den beiden entscheiden könnte. Beide sind absolut undurchschaubar, sehr authentisch und glaubhaft und überhaupt nicht „aufgesetzt“. Ich denke, es war für die Autorin kein Leichtes, zwei Männer zu schaffen, die so gar nichts durchblicken lassen in Bezug auf ihre Position und ihre wahren Absichten. Für mich hat sie das wirklich meisterhaft verpackt, gerade auch mit den kurzen Kapiteln aus den Sichten der beiden Mäännern.
Allgemein treffen wir hier auf die unterschiedlichsten Charaktere, allesamt mir markanten, unverwechselbaren Eigenschaften und somit jeder für sich einzigartig. Es gab natürlich auch die Figuren, die bewusst nicht auf große Sympathie beim Leser treffen, doch selbst denen bin ich gern begegnet und fand sie alle, wirklich ausnahmslos alle, super interessant gestaltet. Kurz um: Mary E. Pearson hat hier tolle Figuren geschaffen, von denen vielen zu wahren Freunden für mich wurden.

Zum Stil kann ich mich ebenfalls nur positiv äußern. Das Buch liest sich über all die 560 Seiten enorm flüssig, ich kam erstaunlich schnell voran und traf auf keinerlei Stolpersteine z. B in Form von verschachtelten Sätzen oder zu raumgreifenden Erklärungen. Der gesamte Lesefluss ließ sich sehr gut lesen. Die Beschreibungen waren bildhaft, teilweise sehr detailliert, jedoch niemals zu ausschweifend oder ablenkend. Ich hatte also stets ein klares Bild von Lia, den anderen Figuren und unterschiedlichen Kulissen vor meinem innere Auge und fühlte mich vielmehr als Teil des Ganzen, als nur als Leser. Auch die Sprache wurde der Thematik angepasst und verlieh noch eine gute Portion Glaubwürdigkeit oben drauf. Geschrieben aus 5 unterschiedlichen Sichten [Lia (die Hauptgeschichte), Rafe, Kaden, Attentäter und Prinz (wurden immer mal wieder kurz über höchstens 5 Seiten eingeschoben um einen tieferen Einblick in die Gedanken und Gefühlswelt dieser Figuren zu bekommen)]. Wie oben schon erwähnt fand ich diese Gliederung einfach klasse. Nicht nur, dass wir mehr über Rafe und Kaden, sowie den Attentäter und den Prinz erfahren, auch die Verknüfungen, die man unweigerlich herstellen will, bleiben stets verborgen. Dazu komme ich aber gleich noch einmal.

Die Idee hinter diesem Buch ist absolut genial!! Ich dachte anfangs, dass mich dieses ganze Thema mit arrangierter Ehe, Flucht, ärmliches Leben mich nicht wirklich begeistern kann; doch die Inszenierung des Ganzen hat mich komplett geflasht. Nicht nur, dass Lia’s Flucht und ihr neues Leben total gut durchdacht und schön in Szene gesetzt wurden, auch dieser Einfall mit den beiden Männern, die sie quasi verfolgen war was völlig neues für mich. Der eine in guter Absicht, der andere mit dem klaren Auftrag, Lia zu töten. Dass wir als Leser nicht wissen, welcher Mann welche Absicht hat, macht es nur umso spannender. Doch die Geschichte lebt nicht allein von dieser Unwissenheit des Lesers, ich bin der festen Überzeugung, dass ich genau so begeistert gewesen wäre, wenn wir von Anfang an gewusst hätten, wo der Hase langläuft. Es war tatsächlich von Anfang an sehr spannend, und auch wenn es in der Mitte mal eher ruhigere Szenen gab, wurde es nie langweilig, sondern blieb diese unterschwellige Grund-Spannung stets vorhanden und war deutlich zu spüren. Klar, denn als Leser rechnet man permanent damit, dass Lia etwas passiert, egal mit welchem der beiden Männern sie gerade ihre Zeit verbringt. Nebenbei gab es auch noch tolle Nebenstränge, zum Beispiel die Geschichte rund um Pauline oder um Lia’s Bruder, die später alle noch zum eigentlichen Hauptplot überlaufen.
Das Ende war dann einfach nur noch fies. Nachdem wir erfahren haben, welcher Mann nun welchen Titel trägt, lässt die Spannung keine Sekunde nach und bleibt in diesem hohen Bereich, in dem sie vorher schon angesiedelt war. Es gab, entgegen all meiner Erwartungen sogar 2-3 Überraschungen und Wendungen, mit denen ich nie, nie, nie, nie, niemals gerechnet hätte und es hat mir beinahe das Herz zerrissen, als ich an genau diesen Überraschungen ankam. Der offene Schluss veranlasste mich beinah dazu, sofort und ohne durchzuatmen, zum zweiten Band zu greifen, doch verkniff ich es mir, einfach um ein wenig Abwechslung reinzubringen und um Langeweile zu vermeiden. Aber der Drang war da und das macht ein gutes Ende für mich aus. 
„Der Kuss der Lüge“ von Mary E. Pearson ist ein rund herum gelungener Auftakt, ohne jegliche Kritik meinerseits. Ich habe sowohl Charaktere, Stil und Kulisse bzw. Worldbuilding wie auch Idee und Umsetzung und vor allem den Schluss absolut gefeiert und kann es kaum erwarten, von Lia wieder bei der Hand genommen zu werden und durch den zweiten Teil dieser Quadrologie geführt zu werden. Ein tolles Buch – mehr als toll – ein potenzieller Anwärter auf mein Highlight 2017 mit verdammt guten Chancen!

Ich vergebe 5 von 5 Sternen und möchte euch nicht nur bitten, dieses grandiose Meisterwerk zu lesen, ich möchte euch zwingen! Jeder, der dieses Buch noch nicht gelesen hat, hat eindeutig etwas verpasst und all die positiven Meinungen sind mehr als nur berechtigt. Bitte bitte schaut es euch an, lest die Leseprobe und ich verspreche euch, dass ihr spätestens danach so begeistert und mitgerissen seid, dass ihr weiterlesen müsst. Absolutes
» » »  H . I . G . H . L . I . G . H . T  « « «

» » » MARY. E. PEARSON « « «

Mary E. Pearson hat bereits verschiedene Jugendbücher geschrieben. Der
Kuss der Lüge, Auftaktband der Chroniken der Verbliebenen, ist der erste
ihrer Titel, der auf Deutsch erscheint. In den USA hat sie damit in
Bloggerkreisen geradezu einen Hype ausgelöst. Die Autorin lebt mit ihrem
Mann und zwei Hunden in Kalifornien.


An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim One-Verlag liegen und mich außerdem herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen.
Diese
Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen
Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum
bitten, dies zu berücksichten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.