Titel: Diamantkriegersaga #1: Damirs Schwur

Autor: Bettina Belitz
Verlag: cbt Verlag
Reihe/Serie: #1 von #3 (?)
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Seitenanzahl: 450
ISBN: 978-3570164174
Erscheinungsdatum: 22.Februar.2016
Format: Hardcover
Empfohlen: ab 14 Jahren
Unverbindliche Preisempfehlung: 17.99€
Kauf-Möglichkeiten u.A.:
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Besonderheiten: Band 2 erscheint am 24.Oktober.2016
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Die 17-jährige Sara hat ihre Seele an die Hydra verkauft – jene düstere
Unterwelt, für die sie als Meisterdiebin arbeitet und wertvollen
Diamantschmuck aus den Villen der Reichen stiehlt. Was mit den Diamanten
geschieht, interessiert Sara nicht – bis der mysteriöse Damir in den
Katakomben der Unterwelt auftaucht. Die beinah magische Anziehungskraft
zwischen den beiden weckt in Sara übermenschliche Fähigkeiten, von denen
sie bisher nichts ahnte.

Bettina Belitz ist mir natürlich schon sehr lange ein Begriff. Obwohl ich mich nie an ihre Bücher heran gewagt habe, habe ich mich doch Hals über Kopf in Cover und Klappentext von „Diamantkriegersaga: Damirs Schwur“ verliebt. Mir war also klar: Hiermit musst die die Autorin und deren Schreibstil unbedingt kennen lernen. Ob sie mich mit ihrer Geschichte rund um Sara und Damir überzeugen konnte, oder ob ich enttäuscht wurde, erfahrt ihr jetzt:

Direkt beim Einstieg habe ich bereits gemerkt, dass die Autorin doch „anders“ schreibt, als ich es gewohnt bin – was ich aber keineswegs als Kritikpunkt erachte, sondern einfach nur erwähnt haben wollte. Ich konnte mich jedenfalls schnell in Sara’s Welt zurecht finden und hatte keinerlei Probleme, in die Geschichte abzutauchen. Da es zu Beginn recht .. nunja.. nennen wir es emotional wird, hat mich Bettina Belitz auch direkt gepackt und mitgerissen und ich fühlte tatsächlich sofort mit Sara mit, obwohl ich sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal richtig kannte.

Sara war für mich anfangs eine sehr reale Persönlichkeit, die mich schnell in ihren Bann ziehen und mit sich reißen konnte. Ihre Emotionen wurden unglaublich gut transportiert und, wie oben schon erwähnt, fühlte ich mit ihr mit. Ihr gesamtes, bisheriges Leben war durchzogen von dunklen Schatten – oder um es klar auszudrücken: es bestand nur aus dunklen Schatten. So erhaschte sie nicht nur ein paar Sympathiepunkte, sondern auch einiges an Mitleid meinerseits. Oft hab ich dann das Gefühl, Mitleid mit Sympathie zu verwechseln – das war hier nicht der Fall. Ich mochte Sara, auch wenn ihre andauernde, düstere Stimmung hin und wieder ein wenig auf mein Gemüt schlug. Nichts desto trotz fand ich sie aber auch an einigen Stellen sehr naiv und an anderen Stellen wiederum hatte sie Erleuchtungen, die mir so nicht ganz logisch erschienen. Alles in allem war Sara für mich eine passable Figur, die mich manchmal echt an den Rande der Verzweiflung trieb, manchmal aber auch einfach nur zum Schmunzeln brachte. Damimr hingegen blieb bis zur letzten Sekunde an sehr geheimnisvoll und unnahbar, was ihn mir persönlich nicht mehr nahe brachte. Einen richtigen Bezug hatte ich deshalb nicht zu ihm, was aber nicht heißt, dass er in seinen kurzen Momenten, in denen er auftauchte, nicht dennoch sympathisch war. Und wer mich und meinen Lesegeschmack kennt: geheimnisvolle, attraktive Männer sind bei mir immer herzlich Willkommen.
Alle Nebenfiguren waren ausreichend gut und detailliert dargestellt worden, sodass jeder ein gewisses Maß an Tiefe erhielt und klar vor meinem inneren Auge erscheinen konnte. BTW: Jara hab ich ja gehasst wie noch nie einen Buchcharakter zuvor!

Der Stil von Bettina Belitz hat mich anfangs etwas Zeit gekostet um mich daran zu gewöhnen. Ich kann noch nicht einmal sagen, was genau sich an ihrem Stil von den anderen unterscheidet, aber sie schreibt irgendwie ‚anders‘. Nachdem die erste Hürde, um es in Zahlen zu nennen, 20 Seiten später, habe ich mich dann pudelwohl gefühlt und flog nur so durch die Seiten. Die Autorin schreibt eingehend und sehr detaillreich, ganz gleich ob Bezug auf die Charaktere oder die Kulisse, was in mir stetig ein klares Bild vor meinem inneren Auge bescherte. Geschrieben in der Ich-Perspektive, brachte mich diese Form der Geschichte noch näher und ließ sich wahnsinnig gut und flüssig lesen. 

Die Idee dieses Buches ist an und für sich gar nicht schlecht. Auch wenn ich bis zum Schluss hin nicht so recht verstanden habe, worauf das Ganze nun hinaus laufen soll und was Sara nun eigentlich ist bzw. tun soll. Da erhoffe ich mir im zweiten Band auf jeden Fall einiges an Informationen, ansonsten bin ich von diesem Band hier recht enttäuscht, was die Grundidee betrifft. Ich empfand das Drum herum viel zu massig, während die eigentliche Story – der Hauptplot zu kurz kam bzw erst am Ende wieder richtig aufgegriffen wurde.

Die Umsetzung war demnach nicht so gelungen, wie ich mir das gewünscht hatte. Wie eben erwähnt fand ich das drum herum zu ausschweifend, während der Haupttwist einfach zu kurz kam. Immer wieder erfahren wir in Hülle und Fülle die es unserer Protagonistin ergeht, was sie fühlt und was sich in ihrem Kopf abspielt – an mancher Stelle war das ganz interessant, aber nicht in diesem Ausmaße. Ich hätte mir gern etwas mehr Hintergrundwissen zu den Diamantkriegern gewünscht, etc. Einfach mehr Klarheit, mehr Struktur. Ansonsten war die Geschichte dennoch nicht langweilig, hat mich stellenweise wirklich mitgerissen, jedoch an manchen Stellen auch an den Rand einer Leseflaute getrieben weil es einfach nicht voran ging. Ich habe für dieses Werk ganze 3 Wochen gebraucht und es deutet schon sehr darauf hin, dass ich alles in allem nicht wirklich geflasht und gefesselt war.

An und für sich war dieses Buch ein ganz passabler Zeitvertreib, auch wenn mich die Umsetzung nicht wirklich begeistern und überzeugen konnte. Eine recht naive, wenn auch liebenswürdige Protagonistin, ein unnahbarer Protagonist, eine tolle, sehr düstere Kulisse,  gepaart mit wahnsinnig viel Drumherum und unnötigen Infos, nur stellenweise Spannung und eine Auflösung, die hätte informativer ausfallen können. Nichts desto trotz werde ich auch Band 2 der Diamantkriegersaga lesen, sobald sie dann endlich erscheint.
 

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen. Ich habe mich bewusst für die goldene Mitte entschieden, da ich noch einmal betonen möchte, dass ich das Buch keineswegs schlecht fand, sondern einfach nur ein paar mehr Hintergrunddaten erhofft und gewünscht hatte. Ich spreche dennoch eine Lese-Empfehlung für Bettina Belitz‘ Jugendbuch aus; vor allem an die, die gern Fantasy lesen und stets auf der Suche nach düsterer Stimmung sind.


Bettina Belitz
 

Bettina Belitz wurde 1973 an einem sonnigen Spätsommertag in Heidelberg
geboren. Schon als Kind fing sie damit an, eigene Geschichten zu
schreiben. Nach ihrem Studium arbeitete Bettina Belitz zunächst als
freie Journalistin und Texterin. Heute lebt sie umgeben von Pferden,
Schafen, Katzen und Hühnern als freie Autorin in einem 400-Seelen-Dorf
im Westerwald.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim cbt-Verlag liegen und mich außerdem herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen. Ebenfalls bedanken möchte ich mich für die Bereitstellung dieses Rezensions-Exemplars.
Diese
Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen
Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum
bitten, dies zu berücksichten.

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