Titel: Die rote Königin

            Die Farben des Blutes
Autor: Victoria Aveyard
Verlag: Carlsen-Verlag
Reihe/Serie: Teil 1 einer Trilogie
Genre: Jugendbuch/Fantasy/Dystopie
Seitenanzahl: 512
ISBN:  9783551583260
Erscheinungsdatum: 28.Mai.2015
Format: Hardcover
Empfohlen: ab 14 Jahren
Unverbindliche Preisempfehlung: 19.99€
Kauf-Möglichkeiten u.A.:
Amazon ►◄ Thalia ►◄ Verlag
Besonderheiten: keine bekannt

  

Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie
selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der
Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche
Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs
in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich
mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als
verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten
Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares
Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des
Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre
Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie
riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz

Dieses Buch war in erster Linie ein Cover-Kauf. Jedoch hatte ich im Vorfeld schon sehr viele positive Rezensionen darüber gefunden und dachte mir, dass ich damit nichts falsch machen kann. Hab ich mich etwa getäuscht?
Beginnen wir am besten mit der Story bzw. der Idee die hinter dem Buch steckt. An und für sich sind Dystopien inzwischen reichlich auf dem Markt vertreten, doch fand ich die Idee mit den beiden unterschiedlichen Farben des Blutes äußerst interessant. Auch die Darstellung bzw die Unterschiede der beiden „Welten“ kamen relativ gut rüber, auch wenn ich mir, dem Klappentext zu Folge, doch ein wenig mehr Unterdrückung und Sklaverei gewünscht hätte. Es gab durchaus Szenen, die die Differenz der beiden Arten offenbarten, doch im Groben und Ganzen hatte ich nicht durchweg das Gefühl, die Roten bemitleiden zu müssen. 
Der Plot gefiel mir hingegen wieder sehr sehr gut und die Spannung war permanent greifbar. Manche sagen, das Ende wäre vorhersehbar gewesen, und auch wenn ich Nebensächlichkeiten ebenfalls schon im Hinterkopf hatte, war der Schluss eine große Überraschung. Es geschah schon im Laufe der Geschichte viel unerwartetes und obwohl ich schon einige Dystopien inhaliert habe, bot diese hier etwas Neues, Frisches. Wie schon erwähnt war die Spannung während den ganzen 512 Seiten vorhanden und es gab nicht eine einzige, langweilige Passage. Andere wiederum sagen, dass etliche Logikfehler auftraten, was aber bei absolut jedem Buch an mir vorbei geht. Im Nachhinein, wenn ich jetzt darüber nachdenke und mir die Meinung gewisser Leute vor Augen führe, muss ich sagen, sie hatten absolut recht. Allerdings hat es mich und mein Lese-Vergnügen nicht beeinträchtigt und deshalb wäre es nicht fair, das als eigenen Kritikpunkt anzuerkennen.
Die Charaktere gefielen mir dann wieder nicht mehr so gut. Mare war zwar eine Figur, die ich liebgewinnen und auch gern mit ihr mitfiebern konnte, jedoch erschien sie mir an manch einer Stelle sehr emotionslos. Nein, das war wohl falsch ausgedrückt; es war eher die Geschichte, die mich nicht berühren konnte. Mare konnte da im Groben und Ganzen garnichts dafür, da schiebe ich die Schuld eher in die Schuhe des Schreibstils. Mare hatte natürlich Ecken und Kanten und vor allem, ihren eigenen Kopf. Ich hätte an einigen Punkten ganz anders gehandelt als sie, jedoch war es der Spannung dienlich, sie auch mal entgegen aller Erwartungen handeln zu lassen.
Cal und Marven, die Prinzen und somit die beiden männlichen Hauptfiguren waren sehr unterschiedlich ausgearbeitet und dargestellt worden. Das sammelte wiederum Pluspunkte bei mir. Gerade dass die beiden Geschwister derart unterschiedliche Ansichten und Meinungen vertraten, machten die Geschichte erst wirklich interessant. Alle anderen Figuren waren ausreichend detailliert und somit war es mir ein leichtes, mir jeden davon vor Augen zu führen, auch wenn manche dennoch ein wenig blass blieben.

Und noch einmal kurz zum Schreibstil: er hat sich alles in allem sehr gut und flüssig, ja sogar schnell lesen lassen und die Sprache war absolut jugendgerecht. Nur die oben angesprochenen Emotionen ließen das Buch in meinem Ansehen sinken. Der Stil übertrug einfach keinerlei Gefühle und alles wirkte durchweg steif und gekünstelt, als hätte man die Liebesgeschichte regelrecht erzwungen. Schade drum, schließlich hatte die Story in meinen Augen wirklich sehr großes Potential.

 
Trotz der Kritikpunkte hatte ich großen Spaß an dem Buch gefunden und konnte es nur schwer aus den Händen legen. Wer sich für eine wunderbare Dystopie mit neuartigen Elementen und einem spannungsgeladenen Plot wünscht, der dürfte bei „Die rote Königin“ nicht enttäuscht werden. Mir gefiel es und ich freue mich wahnsinnig auf Band 2 & 3 der Trilogie. Ich hoffe, diese wissen noch ein bisschen mehr zu überzeugen.

Ich vergebe für „Die Farben des Blutes: die rote Königin“ von Victoria Aveyard lieb gemeinte 3.5 von 5 möglichen Sternen. Diese Wertung liegt immer noch über dem Durchschnitt und ich möchte mir ausreichend Raum nach oben lassen.

 

Victoria Aveyard
Victoria Aveyard wuchs im Osten der USA auf, in einer Kleinstadt in
Massachusetts. Von dort zog sie an die Westküste, um in Los Angeles an
der University of Southern California Drehbuchschreiben zu studieren.
Sie hat ein Faible für Geschichte, für Explosionen und für taffe
Heldinnen – und schreibt am liebsten Bücher, in denen sie alles drei
kombinieren kann. Außerdem liebt sie Road Trips, Filmegucken in
Endlosschleife und das große Rätselraten, wie es bei der Serie „A Game
of Thrones – Das Lied von Eis und Feuer“ weitergeht.
 
Zu der Autorenhomepage *klick*


An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim Carlsen-Verlag liegen und mich an dieser Stelle herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen.
Diese
Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen
Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum
bitten, dies zu berücksichten. Für mich war dieses Buch ein recht schöner, spannender und überraschungreicher Lesegenuss, der mich durchaus zu überzeugen musste.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.