Titel: Dragonfly – Finde deine Bestimmung

Autor: Antoinette Lühmann
Verlag: Coppenrath Verlag
Reihe/Serie: #1 von #3 (?)
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Seitenanzahl: 416
ISBN: 978-3649666844
Erscheinungsdatum: 11.Januar.2016
Format: Hardcover

Empfohlen: von 12-15 Jahren
Unverbindliche Preisempfehlung: 16.95€

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Besonderheiten: keine bekannt
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Flüstersteine,
Jårlys, Kältesteine – mit diesen und anderen verzauberten Dingen ist
Charlotte großgeworden. In ihrer Heimat Himmerland nimmt die Magie
jedoch Tag für Tag ab, ohne dass jemand den Grund dafür weiß.
Doch
Charlotte hat ganz andere Sorgen. Wie allen anderen 14-Jährigen des
Landes steht ihr das Trivium bevor – eine feierliche Zeremonie, bei der
über ihre Zukunft entschieden wird. Ob sie, wie ihre Schwester, eine
Schneiderlehre machen wird? Oder bei der Hutmacherin einen Platz
bekommt? Charlotte ist es einerlei, doch als sie ihre Bestimmung
schließlich erfährt, fällt sie aus allen Wolken. Was hat das Schicksal
sich dabei nur gedacht? Es muss ein Irrtum sein, da ist Charlotte sich
sicher. Doch schneller, als sie bis drei zählen kann, wird ihre Welt auf
den Kopf gestellt, und Charlotte muss sich ihrer Bestimmung stellen, um
nicht nur ihre eigene Zukunft, sondern die des ganzen Landes zu retten.

Dieses Buch hat mich nicht nur optisch sofort angesprochen, sondern auch inhaltlich. Ich war so neugierig und gespannt, wie mir diese Geschichte letztlich gefallen wird – allein schon weil ich diese magischen Gegenstände wahnsinnig interessant fand. Doch hat sich das Lesen gelohnt, oder hätte ich mir das sparen können? Das und alles weitere erfahrt ihr genau jetzt:

Der Einstieg glückte mir auf Anhieb total gut. Ich hab mich sofort in der Geschichte zurecht gefunden und wurde regelrecht mitgerissen. Am Anfang hat man vielleicht noch das ein oder andere Problem, diese magischen Gegenstände direkt zuordnen zu können; doch die Erklärungen folgen meist direkt auf dem Fuße und so kommt man schnell ins Geschehen hinein und kann sich die Szenen/Kulissen eingehend und bildlich gut vorstellen. Was mich zu Beginn auch noch etwas störte, waren die Perspektiven-Wechsel, aber auch daran hatte ich mich dann letztlich schnell gewöhnt und kam gut und flüssig durch die Seiten.

Charlotte und Fynn als Hauptfiguren nahmen mein Herz sofort in Beschlag. Beide Teenager hatten zwar so ihre Ecken und Kanten, doch alles in allem wirkten sie dadurch nur noch authentischer und realer. Selbst die teilweise etwas naiven Ansichten stärkten die Sympathie meinerseits für die beiden noch erheblich und ich konnte sowohl mit Charlotte, wie auch mit Fynn wunderbar leicht mitfiebern. Ihre Handlungen und Gedankengänge waren stets den Situationen entsprechend nachvollziehbar und deuteten darauf hin, dass die Autorin viel Wert auf tolle Charaktere gelegt hat. Anderen Hauptfiguren, wie beispielsweise dem Hauptmann Eisenhauer oder dem Dekan konnte ich nicht so viel abgewinnen; und dem Prinzen gleich 10x nicht, jedoch braucht ein gutes Buch auch Protagonisten bzw. Nebencharaktere, die man einfach nicht leiden kann. So fand ich das Gleichgewicht gut verteilt und es gab mindestens genau so viele liebenswerte, wie nervige Figuren.

Zum Stil kann ich nicht viele Worte verlieren. Alles in allem war es nichts besonderes, ließ sich aber dennoch sehr leicht, flüssig und zügig lesen und die Fachwörter waren meist sofort ausführlich erklärt. Auch die Sprache war der Thematik und des Settings angepasst, sodass eine mehr oder weniger fesselnde Atmosphäre aufkam. Wie oben schon einmal kurz angedeutet, wechseln in diesem Buch die Perspektiven. Eine richtige Regelmäßigkeit konnte ich dabei nicht feststellen, jedoch kam keiner der Handlungsstränge zu kurz. Blöd natürlich, wenn zwei von drei Perspektiven von Figuren angeführt werden, die man so gar nicht ausstehen kann. So hatte ich dann dauernd das Problem, dass ich beim Lesen dann immer wieder so was wie Enttäuschung empfand, wenn mein Lieblingsstrang dann von anderen unterbrochen wurde. Nichts desto trotz sehe ich das nicht unbedingt als wahren Kritikpunkt an, schließlich ist es meine persönliche Empfindung – an und für sich finde ich diese Wechsel ja sonst immer sehr gut und spannungsfördernd, was hier bei zweiterem definitiv auch der Fall war – denn verlor ich Charlotte und Fynn mal kurzzeitig aus den Augen, musste ich natürlich umso schneller und gespannter weiterlesen, um zu erfahren, was mit den beiden Teenagern nun passiert.

Die Grundidee an sich fand ich ebenfalls ganz ansprechend, allerdings fand ich das Ganze etwas dürftig ausgearbeitet. Für mich persönlich hat sich der rote Faden zwar verfolgen lassen, aber alles in allem wirkte die Geschichte auf mich recht flach und ohne große Vertiefungen. Ich hätte mir mehr Details gewünscht, mehr Erklärungen und mehr drum herum. Ich will nicht behaupten, dass mir die gesamte Idee ein wenig zu zusammengewürfelt erschien, aber nur so kann ich es auf den Punkt bringen. 

Auch an der Umsetzung klemmte es ein wenig. Während ich zu Beginn noch wahnsinnig angetan war, ließ diese anfängliche Euphorie schnell nach. Durch fehlende Erklärungen verblasste die Leselust nach und nach und ich fühlte mich in der Geschichte nicht mehr richtig wohl. Auch meine Probleme mit 2 von 4 Protagonisten führten dazu, dass ich inhaltlich nicht so voran kam, wie ich mir das wünschte. Auch wenn die Sprache und der Stil einfach gehalten war, stockte ich immer wieder und gestehe, dass ich auch jetzt noch manch offene Fragen im Kopf habe, die mir wahrscheinlich dann erst im zweiten Band beantwortet werden können. Schade, denn das Potential war eindeutig vorhanden, nur an der fehelnden Spannung und der flach ausgearbeiteten Idee scheiterte es schließlich. Obwohl ich alles in allem nicht wirklich gefangen und mitgerissen wurde und mein Interesse an der Fortsetzung im Moment eher gering ist, werde ich die Trilogie (?) weiter verfolgen und ihr noch eine Chance geben.
 

 
Ihr merkt sicher schon, dass ich meine Gedanken nur schwer zu Papier bringen kann, denn ich bin relativ zwiegespalten, was dieses Buch betrifft. Einerseits empfinde ich es als durchaus lesenswert, denn die Grundgedanke ist wirklich neu und erfrischend. Auch die beiden Teenager haben mir richtig gut gefallen und waren im Gegensatz zur Idee intensiv ausgearbeitet und detaillreich dargestellt. Auf der anderen Seite fehlten mir viele Erklärungen und Infos, außerdem Spannung und das allgemeine Interesse an dem Ausgang der Geschichte. Ich hätte mir einfach mehr drum herum gewünscht und eine deutlich fesselndere Atmosphäre – doch nichts desto trotz werde ich, was ich oben ja schon erwähnte, weiter dran bleiben und dem Folgeband eine Chance geben.
 

Ich vergebe für „Dragonfly – Finde deine Bestimmung“ von Antoinette Lühmann 3 von 5 möglichen Sternen. Da es doch einige positiven Aspekte, wie leider auch ein paar negative Merkmale gab, empfinde ich die goldene Mitte als ideal und bin trotz allem gespannt, wie es mit Fynn und Charlotte weitergehen wird.


Antoinette Lühmann
 
In der Fachwerkstadt Celle geboren, studierte Antoinette Lühmann nach
dem Abitur in Lüneburg und Hamburg. Sie ist ausgebildete
Märchenerzählerin, Pastorin und Mutter von vier Kindern. Mit ihrer
Familie wohnt sie in einer Kleinstadt westlich von Hamburg. Ideen für
Geschichten sammelt sie vor der Haustür und im Rest der Welt und
schreibt immer gerade an irgendeinem Abenteuer.


An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim Coppenrath-Verlag liegen und mich an dieser Stelle herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen. Außerdem danke ich dafür, dieses Buch als Rezensions-Exemplar erhalten zu haben.
Diese
Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen
Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum
bitten, dies zu berücksichten.

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