Titel: Monday Club
           Das erste Opfer

Autor: Krystyna Kuhn
Verlag: Oetinger Verlag
Reihe/Serie: #1 einer Trilogie
Genre: Jugendbuch/Thriller
Seitenanzahl: 384
ISBN:  9783789140617
Erscheinungsdatum: 17.Juli.2015
Format: Hardcover
Empfohlen: 14 – 17 Jahren
Unverbindliche Preisempfehlung: 16.99€
Kauf-Möglichkeiten u.A.:
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Besonderheiten: keine bekannt

  

Kann ein Mensch zwei Mal sterben? Ein perfides Spiel um Wahn und
Wahrheit! Die sechzehnjährige Faye Mason leidet seit früher Kindheit
unter idiopathischer Insomnie, einer seltenen Schlafkrankheit. Die
schlaflosen Nächte hinterlassen Spuren: Oft kann sie Wirklichkeit und
Fantasie nicht unterscheiden. Da geschieht etwas Entsetzliches: Fayes
beste Freundin Amy kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch wenig
später begegnet sie der totgeglaubten Amy auf der Straße. Halluziniert
sie? Oder ist Amy noch am Leben? Faye sollte besser nicht zu viele
Fragen stellen, auch nicht zum Monday Club, in dem alle wichtigen Leute
der Stadt Mitglied sind. Eine Tote, die lebt, und eine schlaflose
Heldin, deren Alpträume wahr werden.

Nachdem ich die Leserunde auf LovelyBooks verpasst hatte, schenkte mir mein Verlobter dieses Buch. Die Meinungen gehen laut Amazon weit auseinander, und ich war einfach wahnsinnig gespannt, was Krystyna Kuhn da auf Papier gebracht hatte, schließlich bin ich ein riesiger Fan von der „Das Tal“ – Reihe, die ich ja als Hörbücher gehört hatte. Auch der Trailer sprach mich total an und ich freute mich derart auf die Story, dass ich alles andere links liegen ließ und mich sofort ins beschauliche Blue Haven begab.
Der Prolog haute mich bereits regelrecht um: er verlieh der Geschichte derart viel Spannung, dass ich garnicht wirklich aufhören konnte, zu lesen. Ich wollte, auf Gedeih und Verderb erfahren, was es mit diesem Prolog auf sich hatte und wer und was damit gemeint war. Zugegeben, die Autorin hat einen sehr eigenen Schreibstil, an dem man nich erst einmal gewöhnen muss. (dazu später noch einmal ein bisschen mehr), sodass ich während den ersten Seite so ein kleines bisschen Probleme hatte, in die Geschichte hinein zu kommen. War diese Hürde dann aber gemeistert, begann es direkt, mir Spaß zu machen. Ich fühlte mich in diesem kleinen Örtchen wahnsinnig wohl und Faye war eine wunderbar liebenswerte Protagonstin, mit der ich gut mitfiebern und mitleiden konnte.
Durch ihre Krankheit, die sich Insomnie nennt, erhielt sie natürlich auch gewisse Mitleids-Punkte, obwohl das keineswegs ausschlaggebend für den Platz in meinem Herzen war. Sie wirkte durchweg sehr real, authentisch und ich konnte mich, trotz Krankheit sehr gut mit ihr identifizieren. Allgemein war die Insomnie nur ein gewisser Nebenaspekt, der Faye nur noch interessanter machte. Sie war stark und kämpferisch und ich hab sie an manch einer Stelle sogar für ihren Mut beneidet. Zusätzlich dazu verkörperte sie Eigenschaften, die mich ebenfalls von ihr überzeugten, wie beispielsweise ihre Sturheit, ihrem Drang, die Wahrheit herauszufinden und ihrer endlosen Neugierde. Sie besaß ein Herz und man spürte in jeder Zeile, dass sie grundehrlich und gutmütig war. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte gefiel mir ebenfalls, denn obwohl sie diese Krankheit in sich trug, mauserte sie sich zu einer willensstarken und taffen Person. Auch die anderen Figuren waren ausreichend detailliert dargestellt worden und ich konnte mir meine Lieblinge und denen, denen ich nicht traute, direkt herauspicken.
Noch einmal ein paar wenige Worte zum Stil: wie schon erwähnt schreibt Krystyna Kuhn sehr eigen, sodass ich ein paar Seiten Zeit brauchte, um mich wirklich in das Buch einzulesen. Ich kann noch nicht einmal genau sagen, was ihn so besonders machte, aber es war anders als die Jugendbücher, die ich bisher gelesen habe. Ist die erste Hürde überwunden, so liest sich das Buch sehr leicht und schnell, auch die Sprache ist leicht verständlich und alle medizinischen Fachbegriffe, die im Text auftauchen werden hinten noch einmal genau erklärt (ich empfehle allerdings, das erst zu lesen, wenn die Worte bereits gefallen sind und nicht im Vorfeld). Auch eine gewisse Spannung wird mit dem Stil allein schon aufgebaut, und die vielen Details lassen das Buch lebendig werden. Ich konnte mir jede Szene, jede Figur und jede Kulisse klar vor Augen führen und genoss es sehr, in die Welt von Faye & Co. abzutauchen.
Nun zur Geschichte selbst, was mir sehr schwer fällt, ohne zu spoilern. Die Idee hinter diesem Buch ist mal was Neues, auch wenn gewisse, inzwischen schon sehr gängige Jugendthriller-Elemente zu finden waren. Doch während ich auf Spannung und Action gehofft hatte, auf vielerlei Rätsel und am Ende dann der „Ahaaa-Moment“, erhielt ich eher Traurigkeit, Bedrücktheit und zum Schluss etliche Fragezeichen. Das Buch zog mich im Groben und Ganzen immer wieder runter und ich habe es auch nach dem Beenden nicht geschafft, zu meiner alten, ansonsten meist sehr guten Laune zurück zu finden. Nichts desto trotz gab es doch einige Szenen, die einen kleinen Lichtblick gewährten, doch ansonsten blieb das Ende ziemlich offen und endet mit einem Cliffhanger, was mich und die restlichen Leser natürlich animieren soll, auch Band 2 zu lesen.
 
Lange Rede, kurzer Sinn: Für mich hielt das Buch nicht die Überraschungen und Spannungen bereit, die ich mir gewünscht hatte, trotzdem war es interessant zu lesen und ich fieberte trotz allem in gewisser Weise auch mit den Figuren mit. Wer Lust auf einen Thriller hat, der vor einer wunderschönen Kulisse spielt und tolle Figuren beeinhaltet, dabei auch nicht auf wahnsinnig viel Nervenkitzel wert legt, der wird MOnday Club sicherlich abgöttisch lieben. Für mich war es kein Highlight, aber eben auch nicht schlecht.

Ich vergebe für „Monday Club: das erste Opfer“ von Krystyna Kuhn lieb gemeinte 3.5 von 5 möglichen Sternen. Diese Bewertung empfinde ich als absolut passend und ich habe noch jede Menge Luft nach oben, falls mich Band 2 & 3 völlig aus den Socken hauen.

 

Krystyna Kuhn
Krystyna Kuhn, Nummer sieben von acht Kindern, wurde in Würzburg
geboren. Sie hat auf dem Dachboden lesen gelernt und sich dort
Geschichten ausgedacht. Nach dem Abitur studierte sie Germanistik,
Russisch, Polnisch und Kunstgeschichte in Würzburg, Göttingen, Moskau
und Krakau. Nach dem Studium schrieb Kuhn zunächst Fachbücher, bis sie
im Jahr 2000 beschloss, Schriftstellerin zu werden. 2001 erschien ihr
erster Roman „Fische können schweigen“, gefördert durch das
Literaturhaus München, der sofort für den Frauenkrimipreis nominiert
wurde. Nach sechs Romanen für Erwachsene entdeckte sie ihre wahre
Leidenschaft: Bücher über und für Jugendliche. Die Erfolgsserie „Das
Tal“ erschien 2012 bis 2014 in acht Bänden und wurde in mehr als zehn
Sprachen übersetzt. Krystyna Kuhn lebt zwar jetzt wieder in der Nähe
ihrer Großfamilie, aber zu Hause ist sie überall. Nicht nur in ihren
Büchern.


An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim Oetinger-Verlag liegen und mich an dieser Stelle herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen.
Diese
Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen
Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum
bitten, dies zu berücksichten. Für mich war dieses Buch ein recht ganz durschnittlicher Zeitvertreib, der zwar gewisse Schwächen aufzuweisen hat, aber alles in allem doch lesenswert ist.

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