Titel: The Perfect
Wie weit gehst du für den Erfolg?

Autor: Patricia Schröder
Verlag: Coppenrath Verlag
Reihe/Serie: Einzelband
Genre: Jugendbuch / Jugendthriller
Seitenanzahl: 416
ISBN: 978-3649667834
Erscheinungsdatum: 11.Januar.2016
Format: Hardcover
Empfohlen: für 14 – 17 Jahren
Unverbindliche Preisempfehlung: 17.95€
Kauf-Möglichkeiten u.A.:
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Besonderheiten: keine bekannt
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ADAM C. OULAY sucht DICH!
„Teile deine Kreativität, dein
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Wie weit würdest du für deinen
Erfolg gehen? Wärest du bereit, ALLES zu tun, um dieses Casting zu
gewinnen? Auch wenn du niemandem trauen kannst, außer deiner besten
Freundin? Selbst wenn euer beider Leben in Gefahr wäre? Es könnte DIE
Chance sein – für eine von euch. Oder aber der Weg in die Hölle …

Dieses Buch hat mich von der ersten Sekunde an unglaublich neugierig gemacht. Als es mir zum ersten Mal auf Youtube begegnete war mir klar: ich will es unbedingt lesen! Also großer Fan von Casting-Shows (ja, ich gestehe) war dieses Buch ein Must-Read für mich; doch die Kritiken im Netz gehen stark auseinander – wie es mir letztlich gefallen hat; ob ich begeistert oder enttäuscht bin; erfahrt ihr jetzt in sorgfältigster Genauigkeit. 

Der Einstieg glückte mir schon mal ziemlich gut. Ich war direkt in der Geschichte drin und fühlte mich dort pudelwohl und gut aufgehoben. Alles beginnt mit einem äußerst spannenden, vielversprechenden Prolog. Danach hatte der Leser kurz Zeit um Leena und Jazz kennen zu lernen, ehe der Stein auch schon ins Rollen kam und die Geschichte nahm ihren Lauf.

Jazz und Leena sind unglaublich authentische, liebenswerte Protagonistinnen, die unterschiedlicher kaum sein können. Jazz, die selbstlose junge Frau, die alles für ihre beste Freundin tut und Leena, die ehrgeizige, enorm selbstsichere, angehende Modedesignerin, die für den Sieg wohl auch über Leichen gegangen wäre. Beide Mädels waren mir total sympathisch, teilweise musste ich jedoch auch mal die Augen verdrehen, denn es gab Situationen, da fand ich das Ganze etwas überspitzt was die Charakterzüge der beiden Figuren betraf. Nichts desto trotz konnte ich so gut wie alle Handlungen und Gedankengänge gut nachvollziehen und fühlte mit ihnen mit. Gerade die Gefühle waren es, die unheimlich gut transportiert worden sind und es gab den ein oder anderen Moment, da war selbst ich den Tränen nahe; obwohl ich ansonsten nicht so nah am Wasser gebaut bin. Auch die Nebenfiguren empfand ich als ausreichend gut dargestellt und detailliert beschrieben; der ein oder andere hätte vielleicht etwas mehr Tiefe vertragen können, doch alles in allem fand ich die Charaktere alle stimmig und bildhaft.
Der Schreibstil wusste mich ebenfalls zu überzeugen. Es war nichts außergewöhnliches, jedoch ließ er sich schnell, einfach und leicht verständlich lesen. Ich kam sehr zügig voran und konnte mich wunderbar in der Geschichte verlieren. Auch die Atmosphäre während des Lesens sprach mich total an und riss mich regelrecht mit sich. Auch das Setting und die allgemeinen Beschreibungen gefielen mir total gut und ich war teilweise so in das Buch vertieft, dass ich alles um mich herum vergessen konnte – allem voran: die Zeit. Genau so wie ich mir es erhofft und gewünscht hatte.
Geschrieben hat Frau Schröder übrigens aus Jazz‘ Sicht in der Ich-Perspektive. Das brachte mir unsere Protagonistin noch näher und gefiel mir, ausnahmsweise, richtig gut.  

Die Grundidee hat mich ja letztlich dazu verleitet, das Buch überhaupt zu lesen. Ich liebe Casting-Shows und finde, dass diese Idee in der Bücherwelt eindeutig zu kurz kommt. Umso erfreuter war ich, dass Patricia Schröder hier genau darauf gesetzt und sogar noch einige ‚Thriller‘-Elemente mit eingebaut hat.  Leider muss ich sagen, dass ich mir am Ende noch ein wenig mehr Einfallsreichtum gewünscht hätte. Nichts desto trotz war es ein außerordentliches Tempo am Ende und es gab einige, wirklich unerwartete Überraschungen.
 
Auch an der Umsetzung habe ich kaum etwas zu meckern. Wie oben schon einmal kurz erwähnt, hätte das Ende vielleicht noch ein wenig ausgeklügelter sein können, doch das ist eindeutig Meckern auf hohem Niveau. Alles in allem war das Buch durchweg, von der ersten bis zur letzten Seite, überaus spannend und nervenaufreibend und die Umsetzung des Castings und der damit verbundene Zickenkrieg war sehr realistisch dargestellt und ausgearbeitet worden. Über fehlende Überraschungsmomente kann ich mich auch nicht beklagen und so war das Ganze eine rund herum gelungene Sache.

 
Die Vorfreude auf dieses Buch hat mich dauernd in Schach gehalten, und irgendwann konnte ich nicht mehr anders als danach zu greifen. Meine Erwartungen wurden zu nahezu 100% erfüllt und ich war einfach nur begeistert und mitgerissen von der Idee. Liebenswerte Figuren treffen hier auf ein interessantes, neues Setting und eine gut ausgearbeitete Storyline. Die allseits bekannte Thriller-Spannung hätte zwar hier und da etwas mehr sein können, dennoch war ich permanent gefesselt und mitten im Geschehen dabei.

 

Ich vergebe für dieses Buch ganze 4.5 von 5 möglichen Sternen und spreche daher eine 100%ige Lese-Empfehlung aus. Wer Casting-Shows und Casting-Geschichten mag und dabei auch noch ein Thriller-Fan ist, wird „The Perfect“ garantiert mögen. Mir jedenfalls hat es tolle, spannungsgeladene Lese-Stunden beschert.


Patricia Schröder
 
Patricia Schröder, 1960 geboren, lebt mit ihrem Mann und einer Handvoll
Tieren auf Eiderstedt, wo sie als freie Autorin arbeitet. Sie begann mit
Rundfunkessays, später kamen Texte für Anthologien dazu. Inzwischen
sind von ihr zahlreiche Kinder- und Jugendromane veröffentlicht und in
andere Sprachen übersetzt worden.


An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Rechte (Coverbild, Klappentext, etc.) beim Coppenrath-Verlag liegen und mich an dieser Stelle herzlich dafür bedanken möchte, die Bilder und Texte verwenden zu dürfen. Ebenfalls „Danke“ sagen möchte ich für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.
Diese
Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung und kann bei anderen
Bloggern oder Lesern wieder ganz anders ausfallen. Ich möchte darum
bitten, dies zu berücksichten.

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