Mit allem, was ich habe
von Jodi Ellen Malpas

Verlag: mtb
Reihe/Serie: Einzelband
Erscheinungsdatum: 13. November. 2017
Seitenanzahl: 464
ISBN: 978-3956497049
Genre:  New Adult // Erotik
Übersetzer: Christian Trautmann
Format: Taschenbuch
Unverbindliche Preisempfehlung: 9.99€
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Leseprobe: Auf der Verlagsseite zu finden
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Roter Teppich, Champagner und wilde Partys! Jeder hält Camille Logan für
ein verwöhntes It-Girl, das von Daddys Vermögen lebt. Dabei wünscht
sich Camille nichts mehr, als aus dem goldenen Käfig auszubrechen. Umso
entsetzter ist sie, dass ihr Vater einen Bodyguard für sie engagiert
hat, der Tag und Nacht nicht von ihrer Seite weicht. Beim ersten Blick
in die dunklen Augen ihres neuen Beschützers Jake Sharp  ist ihr klar:
Eigentlich braucht sie Schutz vor ihrer Begierde nach diesem Mann.
Ich bin durch die liebe Susi von SusiDelMa auf dieses Buch aufmerksam geworden und ich war sofort begeistert von dem Klappentext. Also habe ich es, relativ spontan, angefragt und sogar den Zuschlag bekommen. Die Freude war groß, die Neugier noch größer. Zum Glück lag es nicht lange unberührt auf meinem SuB, sondern wurde relativ zeitnah gelesen. Wie mir dieses Buch gefallen hat und ob der Inhalt an dieser wunderschöne Cover heran kommt, das erfahrt ihr wie gewohnt jetzt. Viel Spaß ♥

Der Einstieg war in diese Geschichte war großartig. Bevor es mit dem eigentlichen Geschehen losgeht, treffen wir nämlich auf Jake; und zwar nicht in irgendeiner Situation, sondern inmitten seiner Vergangenheit. Denn Jake ist Ex-Soldat und diese erste Szene in Form eines Kriegs-Einblickes ist total spannend, holte mich direkt ab und riss mich mit. Erst Seiten später machen wir einen Zeitsprung und beginnen mit der eigentlichen Story rund um Jake und Camille. Trotzdem verschaffte dieser kurze „Rückblick“ in Jake’s früheres Leben eine ordentliche Portion Spannung und vor allen Dingen hob sich dieser Einstieg auch mal von all den anderen ab. Für mich toll gelöst, super interessant und ließ auf noch viel mehr Highlights hoffen.

„Er starrt mich an, seine Augen weit aufgerissen und voller Angst, sein Körper angespannt unter meinem.“
[Erster Satz aus „Mit allem, was ich habe“ von Jodi Ellen Malpas]
Die Figuren waren eher durchschnittlich; wobei das ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Camille ist eine sehr starke Persönlichkeit, die auf einen ebenso starken männlichen Part trifft. Die beiden passen unglaublich gut zusammen und harmonieren – die Chemie stimmt und das spürt man als Leser doch sehr. Trotzdem sind beide auf ihre eigene Art und Weise gefühlvoll, emotional und glaubhaft. Keiner wirkte irgendwie gekünstelt oder aufgesetzt und auch ihre Handlungen und Gedankengänge waren für mich stets nachvollziehbar. Mein einziges Problem war der Kontrast bei Camille. Einerseits ist sie taff, unabhängig und selbstbewusst, doch kaum gibt Jake barsche Befehle, fügt sie sich wie eine kleine Maus und gehorcht – größtenteils ohne Widerworte. Das sorgte manchmal, und wenn auch nur kurzzeitig für eine gewisse Unglaubwürdigkeit, was ich durchaus auch verschmerzen konnte. Jake Befehlston rief bei mir die gleichen Gefühle hervor; teils benahm er sich wirklich wie ein Höhlenmensch und ich konnte nur den Kopf über ihn schütteln – aber auch hier verhielt es sich gleich bei bei Camille: diese „nervigen“ Abschnitte waren zum Glück eher die Seltenheit. Dafür gefiel mir die Background-Story beider Figuren wieder total gut. Von Jake erfahren wir sehr viel und auch Camille’s Vergangenheit wird ordentlich durchleuchtet und thematisiert; so erhielten beide eine gehörige Portion Tiefgang, was sie dafür wieder umso lebendiger wirken ließ. Ich schloss jedenfalls beide ins Herz und fühlte ordentlich mit ihnen mit.
Die Nebenfiguren blieben etwas blass, was mich jetzt nicht großartig störte; nur wenige waren relevant für das Geschehen, von daher hätte ich unnötige Infos über nebensächliche Charaktere eher als störend empfunden. Dabei konnte ich aber trotzdem zu so manchem eine gewisse Verbindung aufbauen – allen voran Camille’s beste Freundin Heather, die mich durch ihre aufgedrehte Art so oft zum Schmunzeln brachte. Andere Randfiguren stießen dabei auf weniger Anklang bei mir; doch sie waren doch ausschlaggebend für den Ablauf des Plots und deshalb ebenso interessant, wie die liebenswerten.
Jodi Ellen Malpas schreibt sehr plastisch und hält sich nicht mit unnötigen Beschreibungen auf und ich kam relativ zügig und flüssig voran. Ansonsten hatte ich aber stets ein klares Bild der Figuren vor Augen und konnte mich emotional total reinfallen lassen. Die erotischen Szenen hatten durchaus ihre Reize und waren prickelnd verpackt – gott sei dank auch mit Niveau geschrieben und nicht zu plump. Was mich hingegen wieder störte war das Setting. Ich konnte mich auf den Kopf stellen, aber für mich passte diese Geschichte nicht so recht nach London, sondern viel mehr in eine amerikanische Großstadt. Ich hatte auch immer mehr New York vor Augen, oder Los Angeles, oder von mir aus auch Las Vegas, aber mir fehlte so dieses typische London-Feeling, die Klischees, die zu dieser Metropole gehören. Ich will hier aber nicht auf biegen und brechen was finden, was ich kritisieren kann – es fehlte nur einfach was. Dafür gefiel mir die Gliederung wieder umso mehr: erzählt wird hier nämlich aus zwei Sichten, jeweils aus der ersten Person was den beiden Protagonisten einfach nochmal den entsprechenden Tiefgang verlieh und sie dem Leser näher brachten.
 
Die Grundidee ist jedem Fan des Genres sicher schon mal begegnet – so zum Beispiel auch mir – und doch war es der simple Tatsache, dass Geschichten rund um Bodyguards und Schutzpersonen überaus unterhaltsam und spannend sein können, geschuldet, dass ich dieses Buch hier überhaupt lesen wollte. Ich steh zeitweise einfach auf genau diese Art von Büchern und „Mit allem was ich habe“ hat da durchaus passend gewirkt. Die ganze Story rund um Camille und Jake war auch genau das, was ich gesucht habe, wenngleich ich doch auch ein wenig an Insta-Love denken musste, während des Lesens. Es ging halt alles enorm schnell, teilweise recht klischeehaft und die Schwärmereien füreinander waren teils echt schmalzig – aber exakt so wollte ich das und so bekam ich es auch. Am Ende gab es allerdings eine Szene, die dann selbst mir einfach „to much“ war und unglaubwürdig hoch 10 wirkte; nichts desto trotz gefiel mir die emotionale Seite der Geschichte gut. Die andere Seite bestand aus dem einfachen Grund, warum Camille einen Bodyguard an ihrer Seite braucht – nämlich eine Drohung gegen sie. Ich würde es nicht als richtiges Crime-Element bezeichnen, aber es hatte schon Eigenschaften davon und genau die waren sehr spannend und ziemlich unvorhersehbar insziniert und eingefädelt. Das Ende hat mich dann auch nochmal ordentlich überrascht  – denn mit dieser Auflösung hätte ich definitiv nicht gerechnet. Außerdem gibt es, wenn man mal ein Auge zudrückt, durchaus auch noch Spielraum für einen zweiten Band; was sein kann, aber nicht muss 😉

„Mit allem, was ich habe“ von Jodi Ellen Malpas ist eine durchaus lockere Lovestory mit einigen niveauvollen, prickelnden Szenen, gepaart mit einem Hauch von Crime und jeder Menge Spannung und Stoff zum Mitfiebern. Alles in allem nicht 100% stimmig und kritikfrei, dafür aber sehr unterhaltsam, gefühlvoll und mit einem überraschenden Ende, das man selbst als Genre-Fan nicht sofort durchschaut oder erwarten würde. Von mir gibt es gut gemeinte

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Jodi Ellen Malpas‘ Romane wurden in über 22 Sprachen übersetzt und
erobern die Bestsellerlisten weltweit. Ein Erfolg, den die bekennende
Tagträumerin nicht für möglich gehalten hätte. Seitdem ist das Schreiben
von ebenso spannenden wie leidenschaftlichen Geschichten zu ihrer
Passion geworden.
An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass dies meine ganz persönliche Meinung ist und bei jedem anderen Leser anders ausfallen kann. Außerdem möchte ich mich ganz herzlich beim mbt-Verlag bedanken, Bilder, Klappentexte und Co. in dieser Rezension verwenden zu dürfen, denn alle Rechte liegen beim Verlag. Desweiteren ein herzliches Dankeschön für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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