Band 4 einer 6-teiligen Reihe. Jedoch dreht sich hier alles um andere Figuren, weswegen es keine Spoiler-Gefahr gibt. Kennt ihr die ganze Reihe noch nicht, empfehle ich euch zusätzlich noch die Rezension zu Band 1 » *hier* 🙂

Paper Passion – Das Begehren
Erin Watt
Verlag: Piper
Reihe/Serie:#4 von #6
Erscheinungsdatum: 02. November. 2017
Seitenanzahl: 352
ISBN: 978-3492061162
Genre: Young Adult
Übersetzer: Franzi Berg
Format: Paperback
Unverbindliche Preisempfehlung: 12,99€
Kaufen? *Amazon*  »♥«  *Verlag
Leseprobe: *hier* [via .pdf-Datei]
[Dieser Post enthält Werbung (Amazon Affiliate Link und Rezensionsexemplar)]



Wild, wilder, Easton Royal. Der drittälteste der fünf attraktiven
Bad-Boy-Brüder ist nicht leicht zu bändigen. Und seine düstere
Familiengeschichte hat bei ihm besonders tiefe Spuren hinterlassen: Er
trinkt und feiert zu viel, lässt gerne seine Muskeln spielen und jagt
jede Nacht einem anderen Mädchen hinterher. Mit Erfolg, denn Easton
steht seinem großen Bruder Reed in puncto Unwiderstehlichkeit in nichts
nach. Doch Easton langweilt sich schnell, ist immer auf der Suche nach
dem nächsten Kick. Vielleicht ist er deswegen so interessiert an der
neuen Mitschülerin Hartley, die ganz anders ist, als die anderen
Aston-Park-Püppchen – bodenständig, schlagfertig und vor allem: nicht an
Easton interessiert. Die ultimative Herausforderung für den
Achtzehnjährigen, der es gewohnt ist, alles zu bekommen, was er will.
Doch geht es hier wirklich nur um Eastons Ego, oder entwickelt der
stürmischste der Royal-Brüder echte Gefühle für Hartley?
Ja wer mich kennt, der weiß, wie sehr ich Band 1-3 gefeiert habe. So war mir schnell klar, dass ich auch den „Spin-Off“ lesen muss. Also habe ich ihn kurzerhand angefragt und prompt den Zuschlag bekommen und ich konnte mich, pünktlich vor dem Erscheinen des nächsten Bandes in die Geschichte stürzen. Leider hat sich die Rezension jetzt etwas verzögert, was aber nichts an meiner Meinung ändert – und genau die gibt es jetzt. Viel Spaß ♥

Hach ja.. die Einstiege in diese Paper-Bücher sind einfach jedes Mal wie „heim kommen“, und auch wenn es hier nicht explizit um Ella geht, treffen wir die Protagonistin der Vorgänger-Bänden dennoch wieder direkt auf der ersten Seite. Doch auch Easton’s Verhalten war mir wohl bekannt und so fiel mir das Zurückkehren in die Geschichte unheimlich leicht und es fühlte sich fast an, als wäre ich nie fort gewesen. Es beginnt alles in der Schule, mitten in der Mathe-Stunde und Easton’s Gedanken kreisen natürlich wieder um alles, nur nicht um Zahlen, Funktionen, etc. Mir gefiel es, genau da in das Buch einzutauchen, denn diese Szene bietet bereits jede Menge Stoff zum Mitfiebern und ist wohl schon der erste Grund, warum manche diese Reihe hassen [was für mich so gar nicht nachzuvollziehen ist].

“ Für all den Mist, den überhaupt alle meinetwegen durchmachen müssen. Ella, meine Brüder, mein Dad. Ich bin so ein Versager. Das wissen alle. Und trotzdem lieben sie mich.“
[Einstieg in „Paper Passion – Das Begehren“ von Erin Watt]
Easton war in den Vorgänger wirklich der Inbegriff von Bad Boy; da trifft der erste Satz des Klappentextes wirklich zu und ich habe mich sehr gefreut, eine Geschichte ganz aus seiner Sicht erleben zu dürfen – leider bekam er in diesem Band immer mehr Züge, die mich nicht so ganz ansprechen konnten. Er wirkte teils sehr weinerlich, teils richtig kindisch und ich weiß nicht, wie oft er denkt, mit einer Entschuldigung wäre es getan. Allgemein habe ich irgendwann aufgehört mitzuzählen, wie oft er sich entschuldigt und wie wenig er aus seinen Fehlern lernt. Ich glaube, er hätte mir als das sexy Ar***lo**, das er vorher verkörperte, wesentlich besser gefallen als als dieser naive Junge, der so viel falsch macht und sich dann über die Folgen wundert. Ansonsten hatte er natürlich trotzdem seine gewohnten Sprüche auf Lager, war streckenweise richtig sympathisch und brachte mich, gerade dann wenn er mit Ella agierte, richtig zum schmunzeln. Trotzdem fehlte mir eine Entwicklung bei ihm – er macht auf den letzten Seiten immer noch die selben Fehler wie zu Beginn des Buches und war einfach nicht einsichtig. Das störte mich einfach; gerade weil Easton eigentlich ein kluger Kopf ist; doch seine Trotz-Reaktionen, die fehlende Einsicht und das kindliche Denken machten ihn teils richtig anstrengend und die Sympathie; und vor allem der Spaß an der Geschichte, musste einiges einbüßen. Aber wie schon erwähnt: es war nicht alles schlecht an ihm.
Dafür überzeugten mich die anderen Figuren wieder umso mehr. Gerade wieder auf Ella zu treffen hat mir unglaubliche Freude bereitet und ich wäre ihr am liebsten um den Hals gesprungen. Genau so empfand ich auch Hartley gegenüber, obwohl sie mir bis zu diesem Band der Reihe absolut fremd war. Aber sie war eine so liebenswerte, sympathische Person, die mein Interesse wirklich in jeder Lebenslage wecken konnte. Hartley war bodenständig, wirkte neben Easton total erwachsen und hatte ein Geheimnis, das ich unbedingt ergründen und herausfinden wollte. Hartley war also der Gegenpol zu Easton und schwächte sein Verhalten teils ab, teils aber schaukelte sie es mit ihrer Nachsicht, die sie manchmal ganz klar an den Tag legte, auch wieder hoch. Nochmal zusammen gefasst: ich fand die Charaktere an und für sich stimmig; manche mehr, manche weniger, doch gerade wenn der Protagonist einen zeitweise total abnervt, und die Protagonistin dafür wieder umso sympathischer war, ist es schwierig ein allgemeines Urteil zu nennen.
Der Schreibstil von Erin Watt ist und bleibt großartig. Ich mag es einfach in diesem Genre, wenn man sich nicht großartig mit Be,- oder Umschreibungen aufhält, sondern es einfach auf den Punkt bringt. Wenn man dann auch noch flüssig und schnell durch die Geschichte kommt und die Emotionen gut auf mich übertragen werden, ist das quasi schon genug, um mich zu überzeugen. Natürlich ist es ein Young Adult Buch; natürlich ist es keine hochtrabende Literatur, doch dafür gibt es jede Menge Gefühle, Momente zum Schmunzeln und eine gewählte Sprache, die gut zur heutigen Jugend passt und für Authensität sorgt. Geschrieben wurde Paper Passion nur in der ersten Person aus Easton’s Sicht, was mir gut gefiel und eine klare, deutliche rote Linie erzeugt. Mehr kann man sich eigentlich gar nicht wünschen.

Die Handlung lässt sich eigentlich in zwei Plots aufteilen: zum einen gab es den Hauptplot rund um die Geschichte zwischen Easton und Hartley; auf der anderen Seite war da Hartley’s großes Geheimnis. Ersteres kennt man halt auch schon in so gut wie allen Facetten: Ein junger, gutaussehender Mann mit einer ordentlichen Portion Arroganz weiß genau, dass er jede Frau auf diesem Planeten haben kann; und dann kommt da plötzlich ein Mauerblümchen und tut das unmögliche, in dem sie ihn abweist. Klar dass der Ehrgeiz des Verschmähten dann geweckt ist. Und genau so ist es hier auch – Hartley zeigt keinerlei Interesse an Easton, was der nicht auf sich sitzen lassen will und anfängt, um das Mädchen zu kämpfen. Mich stört es ja eher selten, wenn bekannte Ideen neu umgesetzt werden; oder auch bekannt umgesetzt werden; hauptsache die Emotionen stimmen und es ist spannend; doch hier war das einfach nicht der Fall. Klar, irgendwo waren Gefühle, die ich nachvollziehen konnte und weiter erleben wollte, doch alles in allem ist die Sache mit Hartley und Easton wie eine Fahrt auf dem Karussell – alles wiederholte sich unzählige Male, bis selbst mir die Lust daran verging. Mir fehlte es schlicht an Entwicklung, sowohl von Seiten der Charaktere, wie auch von der Abhandlung her. Es ist ein regelrechter Teufelskreis, in den das Autorenduo da abgerutscht ist, denn es ist ein stetiger Wechsel zwischen Fehler machen bzw. sich entschuldigen und verzeihen. Wäre der „zweite Plot“, wie ich ihn oben genannt habe, in Form von Hartley’s Geheimnis nicht gewesen, weiß ich nicht mal direkt, ob ich die 350 Seiten überhaupt durchgehalten hätte. Dafür fand ich diesen zweiten Plot wieder umso spannender und interessanter und ich wollte wirklich um jeden Preis erfahren, was sich hinter Hartley verbirgt. Das hat halt die gesamte Karussellfahrt wieder ausgeglichen und ich fühlte mich wirklich an die Seiten gefesselt. Alles in allem also ein Auf und Ab meiner Gedanken, was man wohl auch an dieser Rezension deutlich erkennt.

„Paper Passion – Das Begehren“ von Erin Watt konnte meiner Meinung nach in keinsterweise an die Vorgänger-Bände heran kommen, sondern schmierte in erster Linie durch die eher negativen Eigenschaften unseres männlichen Protagonisten und die eher lahme Handlung ab. Gott sei Dank gibt es da noch der weibliche Hauptpart, der das ganze Buch schlicht und ergreifend total gerettet und bekommt deswegen immer noch lieb gemeinte

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Erin Watt ist das Pseudonym zweier amerikanischer Bestsellerautorinnen,
die ihre Begeisterung für großartige Bücher und ihre Schreibsucht
verbindet. Beide sind sehr erfolgreiche Autorinnen in den Bereichen
Young und New Adult. Die »Paper«-Serie um die Protagonistin Ella war ihr
erstes gemeinsames Projekt, das die SPIEGEL-Bestsellerlisten im Sturm
eroberte.
An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass dies meine ganz persönliche Meinung ist und bei jedem anderen Leser anders ausfallen kann. Außerdem möchte ich mich ganz herzlich beim Piper-Verlag bedanken, Bilder, Klappentexte und Co. in dieser Rezension verwenden zu dürfen, denn alle Rechte liegen beim Verlag. Desweiteren ein herzliches Dankeschön für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

3 Gedanken zu “||» Rezension «|| „Paper Passion – Das Begehren“ von Erin Watt”

    • Jain – viele sehen die letzten drei Bände als Spin Off, da es ab Paper Passion um jeweils andere Figuren geht – sprich:
      Paper Passion: Easton
      Paper Party: Gideon
      Paper Paradise: Easton

      Was ich richtig doof finde ist zum einen die Aufteilung – ich persönlich hätte Paper Paradise definitiv vor Paper Party rausgebracht, einfach damit eine klare rote Linie vorhanden ist .. so wirkt es meiner Meinung nach irgendwie chaotisch. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass es mit diesen 6 Bänden noch nicht getan ist – aber mal abwarten 😉

      Liebe Grüße, Patch ♥

    • Hallo Patch,

      hm, irgendwie finde ich diese Herangehensweise immer etwas Anti-Leser oder Leserin gerichtet….denn letztendlich geht es vor und wieder zurück oder man nimmt einfach eine andere Sichtweise einer, bestimmten Person und da gibt es dann viele Beispiele für solch ein Tuen….

      Siehe Maze Runner – Die Auserwählten ….Obsidian. Schattendunkel…stimmt mir fehlt da auch die klare Linie…

      LG..Karin..

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